Großostheimer Ehrenbürger Bernd Hilla wird an diesem Sonntag 80 Jahre alt

Geburtstag: Lehrer und Kommunalpolitiker

Großostheim
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Lehrer, kommunalpolitisches Urgestein und Großostheimer Ehrenbürger: Bernd Hilla wird an diesem Sonntag, 30. Januar, 80 Jahre alt.
Foto: Stefan Gregor
Mehr als die Hälf­te sei­nes Le­bens lebt Bernd Hil­la schon in Großost­heim. Dass der Eh­ren­bür­ger des Bach­gau­orts, der an die­sem Sonn­tag sei­nen 80. Ge­burts­tag fei­ert, im Nor­den auf­ge­wach­sen ist, zeigt sich im­mer noch an sei­ner Be­geis­te­rung für den Fuß­ball­ve­r­ein Wer­der Bre­men.

Was er für diese Leidenschaft auch jetzt noch auf sich nimmt, verdeutlicht diese Episode: Vor Kurzem sei er mit seinem Sohn zum Werder-Spiel nach Nürnberg gefahren. Da er nicht mehr so gut zu Fuß sei, habe er sich auf seinen Rollator gesetzt und sein Sohn habe ihn zum Stadion geschoben. Bremen habe dann auch gewonnen: "Weil wir da waren", sagt Hilla.

Berlin, Hamburg, Würzburg

Hilla kam 1942 im Bremer Stadtteil Vegesack zur Welt. Minus 20 Grad habe das Thermometer damals gezeigt, seine Mutter sei mit dem Eisbrecher über die zufrierende Weser zum Krankenhaus gebracht worden. In Lemwerder auf der anderen Seite der Weser wuchs er auf. Später zog es ihn nach Berlin, wo er eine Ausbildung zum Chemotechniker begann.

Danach studierte er in Hamburg und Würzburg an der Pädagogischen Hochschule. Im April 1966 kam er an die Friedensschule nach Großostheim. Damals habe er in Glattbach gewohnt, wohin er jedoch nicht versetzt wurde. Letztlich blieb er bis auf ein kurzes Intermezzo in Aschaffenburg-Schweinheim bis 2006 an der Friedensschule.

1970 trat Hilla in die SPD ein. 1972 zog Hilla in den Gemeinderat ein. Damals war der SPD etwas gelungen, was es seitdem nie mehr in Großostheim gab: Sie hatte die absolute Mehrheit. "Das war auch maßgeblich Bernd Hillas Verdienst", sagt sein Parteifreund Horst Müller, der 1972 zusammen mit Hilla in den Gemeinderat gewählt wurde. Müller schätzt die Offenheit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit seines langjährigen Weggefährten, dessen "äußere Schale rauer" sei, als das, was in ihm stecke. Nach wie vor berichtet Hilla auch als freier Mitarbeiter dieses Medienhauses über das Ortsgeschehen in Großostheim, mit Überzeugung, wie Müller lobt.

Vor vielen Jahrzehnten lernte der derzeitige Bürgermeister Herbert Jakob (CSU) Bernd Hilla kennen - und zwar als Schüler. "Bernd Hilla war ein guter Pädagoge, der den Mädels und Jungs was beigebracht hat", erinnert er sich. Als Jakob 1991 in den Gemeinderat einzog, habe ihn Bernd Hilla mit den Worten begrüßt: "Jetzt kommen schon meine Schüler in den Gemeinderat." Jakob nennt den Ehrenbürger ein "kommunalpolitisches Urgestein". Von 1996 bis 2008 war Hilla Zweiter Bürgermeister. 2014 schied er nach 42 Jahren aus dem Gemeinderat aus.

Haus in Ringheim gebaut

1979 zog Hilla mit seiner Familie nach Ringheim. Das Haus sei damals eines der ersten in diesem Gebiet gewesen, erinnert er sich, die Straße sei nur geschottert, der Gasanschluss noch nicht vorhanden gewesen. Für den Ortsteil setzte sich Hilla als Gemeinderat sehr ein. 1981 war er einer der Gründungsvorsitzenden des SPD-Ortsverbands, der damals 30 Mitglieder hatte.

Gefeiert wird an diesem Sonntag mit der Familie, also Frau, Tochter, Sohn und drei Enkelkindern. Auch Bürgermeister Jakob habe sich angesagt. Im Rückblick auf sein bewegtes Leben sagt Bernd Hilla: "Es war letzten Endes gut, dass ich nach Großostheim gekommen bin."

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