Goldene Gerste und der Geschmack von Kuba

Jazz-Night: Tolle Gemeinschaftsproduktion von Dalberg-Gymnasium und Musikschule im Stadttheater

Aschaffenburg
1 Min.

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Die Bigband des Dalberg-Gymnasiums unter Leitung von Florian Richter bei der gemeinsamen Jazz-Night des Dalberg-Gymnasiums und der Städtischen Musikschule im Aschaffenburger Stadttheater. Foto: Melanie Pollinger
Foto: Melanie Pollinger
Jazz end­lich wie­der li­ve er­le­ben mit welt­be­kann­ten Stan­dards und über­ra­schen­den Ra­ri­tä­ten: Nach zwei­jäh­ri­ger Pan­de­mie-Durst­st­re­cke ist die­ser Wunsch in Er­fül­lung ge­gan­gen bei der wun­der­vol­len Jazz-Night des Dal­berg-Gym­na­si­ums und der städ­ti­schen Mu­sik­schu­le am Mon­tag im Stadt­thea­ter.

Die Zuhörer im fast voll besetzten Haus ließen sich anstecken von der Energie der jungen Musiker und genossen das abwechslungsreiche Programm mit dem James-Bond-Thema am Anfang - schwungvoll präsentiert von der Junior-Bigband des Dalberg-Gymnasiums unter Leitung von Marcus Rüdel - bis hin zum Schlussknaller "I Will Survive". Abiturientin Lilly Geis, die sich in Hamburg zur Musicaldarstellerin ausbilden lässt, glänzte mit Gloria Gaynors Welt-Hit zur Begleitung der Combo von Dalberg-Gymnasium und Musikschule unter Rüdels Leitung.

Die Combo sorgte in wechselnden Besetzungen für viele schöne Überraschungen. Romy Scheuber spielte gefühlvoll das Solo-Saxofon im Dave Brubecks "Take Five". Florian Schüller und Ruben Stimpf - ebenfalls Top-Saxofonisten - verwöhnten das Publikum mit Lee Morgans "Hocus Pocus" und Dexter Gordons "Soy Califa".

Tom Machasek, E-Bassist in der Combo, erklärte den (älteren) Zuhörern, was es mit dem Stück "Megalovania" auf sich hat. Das von Toby Fox komponierte "spooky" Halloween-Stück spiele eine wichtige Rolle im US-amerikanischen Computer-Rollenspiel Untertale, sagte Tom und verband sich die verletzten Finger. "Die vier Auserwählten benutzten es für den letzten Bosskampf."

Ebenfalls etwas ganz Besonderes war der Auftritt des Ensembles Schott-Brüder mit Chick Coreas "Chicken" und Charlie Parkers "Confirmation". Justus Schott, der vor zwei Jahren das Abi am Dalberg-Gymnasium gemacht hatte, saß am Klavier, der diesjährige Abiturient Jannis am Schlagzeug, und Vitus aus der achten Klasse spielte die Trompete.

Ein Genuss waren auch die Lieder von "Ton AB", des Rock-, Pop- und Jazzchors der Musikschule unter Leitung von Rüdel. Stings wunderschöne Ballade "Fields of Gold", die den Zauber von wogenden Gerstenfeldern heraufbeschwor, erklang nach dem nicht weniger zu Herzen gehenden "Circle of Life" aus dem Musical "König der Löwen".

Die Dalberg-Bigband unter Leitung von Florian Richter bereicherte das gelungene Konzert mit "Sabor de Cuba", dem Geschmack von Kuba, und sorgte für gute Laune mit Herbie Hancocks "Cameleon" und dem populären "Soul Bossa Nova". Der ist unter anderem bekannt aus der Bond-Parodie "Austin Powers" und der Comedy-Show "Was guckst du?".

Für die Moderation des Abends sorgten die Schüler selbst und hatten neben interessanten Infos auch viel Lustiges auf Lager. Bigband-Moderator Fabian Kipping sprach wohl allen aus dem Herzen, als er meinte: "Als Bläser hat man sich in Corona-Zeiten fast unerwünscht gefühlt." Das ist zum Glück nun erst mal vorbei.

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