Gewerbegebiet in Geiselbach rückt näher

Bebauungsplan: Details im Gemeinderat Stellungnahmen erläutert - Öffentliche Auslegung

Geiselbach
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.


Nach der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und Bürger soll der Bebauungsplan (B-Plan) »Gewerbegebiet und Gemeinbedarfsfläche Am Omersbacher Weg« - er bezieht sich auf das Gebiet am Kreisel am Ortseingang, wo unter anderem ein neues Feuerwehrhaus errichtet werden soll - in der Fassung öffentlich ausgelegt werden, die der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung gebilligt hat.

Trotz der vier Gegenstimmen gab es weder Diskussionen noch Fragen zu den Details, die der gemeindliche Geschäftsführer Andreas Jung erläuterte. Laut Jung wurden insgesamt 43 Behörden, Organisationen und Gemeinden um Stellungnahmen gebeten. 17 dieser Träger öffentlicher Belange hätten sich gemeldet. Bedenken gegen das Vorhaben habe niemand geäußert. Die Hinweise habe das Planungsbüro Wegner bewertet und in der Planung entsprechend berücksichtigt. Bürger hätten sich keine gemeldet.

Ausreichend Reserven

Bei den Behörden habe unter anderem das Wasserwirtschaftsamt nach der Kapazität der Kläranlage in Geiselbach gefragt. Dazu sei erklärt worden, dass die zulässige Schmutzwassermenge gemäß wasserrechtlicher Erlaubnis bei 200.000 Kubikmeter pro Jahr liege. 164.000 Kubikmeter Abwasser sei die Höchstmenge gewesen, mit der sie im Zeitraum ab 2013 belastet worden sei. »Damit sind mehr als ausreichend Reserven vorhanden«, so die Bewertung. Die Leistungsfähigkeit der Kanäle sei ausreichend bemessen, und durch die »Kuppenlage« des Baugebiets seien »keine Schäden durch Starkregenabflüsse zu erwarten«.

Der Hinweis des Bauamts, dass Skizzen unter anderem zum Geländeverlauf von Vorteil wären, sei hinfällig, weil der für das Gebiet existierende Höhenplan beigelegt worden sei. Im B-Plan seien Höhenbezugspunkte festgelegt, und die Festsetzungen zu den Wandhöhen orientierten sich am Geländeverlauf. Der Empfehlung zur Dachbegrünung soll dagegen Folge geleistet werden.

Im Bereich Naturschutz seien einige Forderungen bereits erfüllt. Beispielsweise gebe es zwischen den Ausgleichsflächen bereits eine Baumreihe aus heimischen Obstgehölzen und es sei bereits ein dreieinhalb Meter breiter Grünstreifen vorhanden. Die Ausgleichsflächen, die jetzt deutlicher dargestellt worden seien als im Vorentwurf, seien zur Flugzeit des Wiesenknopf-Ameisenbläulings (dabei handelt es sich um eine geschützte Schmetterlingsart) abgesucht worden. Die Pflanze sei zwar gefunden worden, Falter dagegen nicht.

Ferner erläuterte Jung, dass das Gesamtgebiet zwar rund 4,6 Hektar groß sei. Davon entfielen 1,7 Hektar auf die Ausgleichsflächen und 0,5 Hektar auf Wege und Straßen. Das geplante Gewerbegebiet, das realisiert werden soll, weil die Nachfrage größer sei als die vorhandenen Gewerbeflächen, soll lediglich 1,6 Hektar umfassen. Das geplante Feuerwehrgelände soll sogar nur 0,85 Hektar groß werden.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!