Gegen Sprachlosigkeit und Ohnmacht

Ukraine-Krieg: Ökumenische Friedensandacht am Aschermittwoch - "Kleine Schritte tun" - 150 Teilnehmer

Aschaffenburg
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Zum ökumenischen Friedensgebet kamen mehr als 150 Teilnehmer nach Aschaffenburg. Foto: Stefan Gregor
Foto: Stefan Gregor
Zwei Stell­wän­de mit vie­len ver­bin­den­den Hän­den - das sind die sicht­ba­ren und dau­er­haf­ten Zei­chen ei­nes öku­me­ni­schen Frie­dens­ge­be­tes am Abend des Ascher­mitt­wochs in der Aschaf­fen­bur­ger In­nen­stadt.

Über 150 Menschen waren dem Aufruf der evangelischen und katholischen Kirche sowie verschiedenen Verbänden und Vereinen wie Pax Christi oder den Friedenstrommlern auf den kleinen Platz zwischen Agathakirche und Martinushaus gefolgt. "Aschaffenburg steht zusammen, das ist eine große Geste", freute sich der frühere Oberbürgermeister Klaus Herzog über diese Beteiligung. "Wir wollen gemeinsam beten und gemeinsam den Glauben teilen, dass Frieden möglich ist, in den kleinen Schritten, die wir tun", hatte Ursula Silber, die Leiterin des Martinushauses, die Andacht begründet. In den Fenstern der Bildungseinrichtung bleiben die Stellwände noch eine Weile ausgestellt - mit den von vielen Teilnehmern verfassten Botschaften der Hoffnung und der Zuversicht, des Mutes und des Durchhaltewillens, mit der Bitte um Frieden und der Gewissheit, "dass es einen gibt, der größer ist als alle Bomben und Raketen und Diktatoren."

In Kyrierufen und Gebeten beschworen die Teilnehmer den Willen zum Frieden auf allen Seiten und die Hoffnung, Wege zueinander zu finden, bis zum finalen gemeinsamen "Vater unser", das die Verbindung zu den Völkern in aller Welt schaffen und das jeder in seiner Muttersprache beten sollte. "Das ist nicht nichts, was wir hier tun", bestärkte Silber die Zuhörer, wissend, "dass uns vieles sprachlos und ohnmächtig macht".

Mit dem längst zur Friedenshymne gewandelten ehemaligen Protestsong "We shall overcome" hatte die 30-minütige Andacht begonnen. "Wir werden in Frieden leben", heißt es in dem Text und trotz allem gemeinsamen Mutmachen musste auch Silber gestehen: "Im Moment fällt es sehr schwer, das zu glauben."

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