Für Frauen und deren Rechte gekämpft

Nachruf: Zum Tod von Liselotte Schellert-Hock

Aschaffenburg
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LiselotteSchellert-Hock. Foto: Schreiber
Foto: Harald Schreiber
Die Grün­dungs­prä­si­den­tin des Aschaf­fen­bur­ger Zon­ta-Clubs Li­se­lot­te Schel­lert-Hock ist tot. Die be­lieb­te Ärz­tin, die sich jahr­zehn­te­lang für die Stel­lung und die Rech­te von Frau­en in der Ge­sell­schaft ein­setz­te, ist am Mon­tag im Al­ter von 93 Jah­ren ge­s­tor­ben.
Liselotte Schellert-Hock wurde am 21. Oktober 1923 in Schöllkrippen geboren. Schon 1939 lernte sie ihren späteren Mann Friedrich Schellert kennen. Der 20-jährige Bremer war damals in Aschaffenburg als Fähnrich stationiert. 1943 folgte die Verlobung. 1945 wurde das Paar getraut.
Praxis in Goldbacher Straße
Die beiden blieben in Aschaffenburg und bekamen drei Kinder. Während ihr Mann eine Zahnarztpraxis führte, stieg die promovierte Medizinerin nach Jahren im Städtischen Krankenhaus 1955 in die väterliche Allgemeinpraxis in der Goldbacher Straße ein. Ab 1963 führte sie die Praxis, die später ihr Sohn Walther übernahm, allein.
Selbstständigkeit war Liselotte Schellert-Hock wichtig. Das galt auch für andere: Daher war es nur konsequent, dass sie 1978 mit 23 gleichgesinnten Frauen den Aschaffenburger Zonta-Club gründete. Jahrzehntelang setzte sie sich mit Zonta dafür ein, die Stellung von Frauen im rechtlichen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern.
Schon vor ihrem Engagement bei Zonta war Liselotte Schellert-Hock im Vorstand des Deutschen Ärztinnen-Bundes tätig. Auch führte sie die Kasse des Ärztlichen Kreisverbands.
Gefragt nach dem Geheimnis einer glücklichen Ehe, verriet sie einmal einer Main-Echo-Journalistin: »Wir haben uns gegenseitig viel Freiheit gelassen.« Nun ist sie sie ihrem Mann gefolgt, der bereits 2008 starb. Alexander Bruchlos
bTrauerfeier am Freitag, 19. Mai, um 14.30 Uhr im Altstadtfriedhof. Requiem am selben Tag um 18.30 Uhr in der Stiftsbasilika.
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