Freizeitfläche soll Mehrgenerationenpark werden

Gemeinderat: Grünes Licht für die Planung in Blankenbach - Grundsatzdebatte über Dorferneuerung

Blankenbach
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Die Frei­zeit­fläche un­ter­halb vom Bau­hof am Blan­ken­ba­cher Orts­ein­gang kann als Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­park mit Fit­nes­s­par­cours für Se­nio­ren, Spiel­platz für Klein­kin­der so­wie ei­nem Ju­gend­be­reich mit Grill­platz, Bau­wa­gen und Sport­feld ge­stal­tet wer­den.

Der Gemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Planung - allerdings erst nach einer Grundsatzdiskussion über die Dorferneuerung.

Sie endete mit der Maßgabe, dass die Gemeinde auch künftig bereit ist, geplante Projekte mitzutragen. Die dabei insgesamt anfallende Fördersumme sollte jedoch 500.000 Euro nicht übersteigen. Dabei handelt es sich laut Bürgermeister Matthias Müller (CSU) um die Kosten, die nach den jeweiligen Zuschüssen des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) für die Gemeinde übrigbleiben. Die Summe ergebe sich aus den Beschlüssen und Bescheiden im Zusammenhang mit dem Verfahren.

Anlass für die Grundsatzdiskussion war der Einwand von Felix Becker (CSU), er könne dem Projekt vorerst nicht zustimmen, weil er die Kosten nicht kenne. Es stünden noch viele teure Maßnahmen an und angesichts der aktuellen Situation wisse man jetzt nicht, wie hoch die Kosten am Ende sein könnten. Außerdem bemängelte er, dass eine separate Toilettenanlage vorgesehen sei, obwohl es hieß, dass die Toiletten im Bauhof mitgenutzt werden sollten.

»Das ist ein Riesenprojekt«, stimmte Matthias Kranz (FW) zu. Er sei aber bei vielen Sitzungen der planenden Teilnehmergemeinschaft (TG) dabei gewesen. Und dabei sei vieles, was zunächst geplant gewesen sei, aus verschiedensten Gründen wieder gestrichen worden. Mit der Realisierung der übriggebliebenen Planung wolle die TG passend zum Motto der Dorferneuerung zeigen, dass sich in Blankenbach tatsächlich etwas bewegt. »Wenn aber jetzt aus finanziellen Gründen eine Bremse gezogen wird, wäre das das Ende der Dorferneuerung«, mahnte er.

Der Rathauschef bestätigte, dass der Dorfteich, der wegen technischer Gründe nicht realisiert werden könne, und der Mehrgenerationenpark im Maßnahmenkatalog der Dorferneuerung ganz oben angesiedelt worden seien.

Im Mehrgenerationenpark soll der Bereich für die Senioren am Radweg entlang der Staatsstraße 2305 entstehen. Dort sollen auch die zusätzlichen Toiletten platziert werden, damit die Senioren nicht bis zum Bauhof hinauflaufen müssen. Die dafür anfallenden Kosten würden zudem nur auf rund 30.000 Euro geschätzt.

Matthias Fehringer (FW) wies darauf hin, dass in der Gesamtplanung auch ein Spielplatz für Kleinkinder enthalten sei. In Erlenbach fehle ein solcher Spielplatz. Da die Gemeinde dafür aber sorgen müsse, müsste sie dafür die Kosten allein aufbringen, wenn der Spielplatz ohne Dorferneuerung und damit ohne Zuschüsse gebaut werden müsste.

»Es kann doch sowieso nicht alles auf einmal umgesetzt werden«, merkte der zweite Bürgermeister Martin Schäfer (FW), auch bezüglich der weiter geplanten Dorferneuerungsmaßnahmen »Backhaus und Kapelle Erlenbach«, noch an. Worauf sich das Gremium schließlich einigte, die planungsrechtliche Seite für den Mehrgenerationenpark unter Festlegung einer Gesamtfördergrenze zu genehmigen.

Die Planung für den Park geht nun weiter ans ALE. Gibt es von dort ebenfalls grünes Licht, kann die Ausschreibung erfolgen.

Vorausgegangen war die Entscheidung in einer früheren Sitzung, dass die Realisierung des Mehrgenerationenparks ein Projekt der Dorferneuerung bleiben soll. Zuvor hatte die Gemeinde geprüft, selbst den Park über das »Leader«-Projekt der Europäischen Union zur Förderung des ländlichen Raumes laufenzulassen. Darüber hätte sie aber höchstens 20.000 Euro bekommen, während das ALE den auf rund 470.000 Euro bezifferten Mehrgenerationenpark mit bis zu 50 Prozent bezuschussen werde.

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