Ferientickets im Bus: Künftig auch an jedem Wochenende

Kreistag: ÖPNV-Aktion war im Sommer ein Erfolg und soll ausgeweitet werden

KREIS ASCHAFFENBURG.
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Ferientickets im Bus
Das Fe­ri­enti­cket im öf­f­ent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) soll es ab Ja­nuar nicht nur in den Som­mer­fe­ri­en, son­dern an je­dem Wo­che­n­en­de ge­ben. (Archivfoto aus Hösbach)
Foto: Petra Reith
Das Fe­ri­enti­cket im öf­f­ent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) soll es ab Ja­nuar nicht nur in den Som­mer­fe­ri­en, son­dern an je­dem Wo­che­n­en­de ge­ben. Der Aus­schuss für Um­welt und ÖPNV des Kreis­tags hat ein­stim­mig ei­ner Er­wei­te­rung des An­ge­bots als Fe­ri­en- und Frei­zeitti­cket zu­ge­stimmt.

In den Sommerferien wurde testweise am ganzen Untermain das Ferienticket für 3,50 Euro am Tag angeboten »Man kann sagen, dass die Aktion ein voller Erfolg war«, so Nahverkehrsbeauftragter Karlheinz Betz, der die Ergebnisse des Tests auf Antrag der CSU im Ausschuss vortrug.

Deutliches Fahrgastplus

Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 wurde in den Sommerferien im Gebiet der Verkehrsbetriebe am Bayerischen Untermain (VAB) ein Fahrgastzuwachs von fast 18 Prozent registriert. Würde man die Aschaffenburger Stadtbusse herauszählen, wäre sogar eine Zunahme von 33,4 Prozent zu verzeichnen.

Denn die Fahrgastentwicklung war bei den Verkehrsbetrieben, die in der VAB zusammengeschlossen sind, sehr unterschiedlich. Die DB-Regio hatte ein Plus von 19,3 Prozent, die Verkehrsbetriebe Untermain eines von 38,3 und die Kahlgrund Verkehrsgesellschaft sogar von 49,2 Prozent. Bei den Aschaffenburger Stadtwerken war dagegen ein Minus von 1,3 Prozent zu verzeichnen. Der Grund dafür liegt eventuell im heißen Wetter, das Fahrgäste vom Busfahren abgehalten hat.

Insgesamt wurden 72 623 Ferientickets gekauft. Der Ausgleichsbetrag, den die Städte und Gemeinden dafür an die Verkehrsbetriebe entrichten mussten, lag bei 138 710 Euro. Die meisten Tickets wurden im August gekauft, was nicht weiter verwunderlich ist, da die Schülertickets in diesem Monat nicht gelten.

Fast die Hälfte der verkauften Ferientickets, nämlich 32 843 oder 45 Prozent, entfielen auf den Landkreis Aschaffenburg, der dafür 62 730 Euro zu bezahlen hat.

Verkaufserfolg in der Stadt

Erstaunlich viele Ferientickets, nämlich 21.983 oder rund 30 Prozent, wurden in der Stadt Aschaffenburg verkauft. Offenbar hätten viele Städter das Angebot für Ausflüge genutzt, vermutet Karlheinz Betz. Die Stadt muss dafür einen Ausgleichsbetrag von fast 42 000 Euro entrichten.

Im Kreis Miltenberg gingen 15 406 Ferientickets (20 Prozent) über die Ladentheke. Dafür hat der Kreis 29 425 Euro beizuschießen. Die Stadt Alzenau zählt 2391 verkaufte Tickets (3,3 Prozent), für die sie einen Ausgleichsbetrag von 4567 Euro zahlen muss.

Wie Betz betonte, würden alle beteiligten Unternehmen das Ergebnis als sehr positiv bewerten. Die VAB möchte das Ferienticket daher gerne dauerhaft in den Sommerferien anbieten - nicht jedoch in anderen Ferien. Gleichzeitig schlägt die VAB vor, das Ticket auf alle Samstage sowie Sonn- und Feiertage zu erweitern - auch als Ersatz für das Eventticket, das nur zu besonderen Ereignissen angeboten wird.

Ein Name wird noch gesucht

Nach den Berechnungen der VAB würde der zu erwartende Ausgleichsbetrag im Jahr für die Region 167 552 Euro betragen. Davon würden 124 185 Euro auf die Sommerferien und 43 366 Euro auf die Wochenenden entfallen. Bei einem prognostizierten Fahrgastzuwachs von weiteren zehn Prozent - etwa bei einem weniger heißen Sommer - stiege der Ausgleichsbetrag auf 184 000 Euro an.

Nach dem Beschluss des Ausschusses soll das Angebot zum 1. Januar 2019 starten und befristet bis Mitte 2020 gelten. Dann könne man im Frühjahr 2020 die Zahlen von 2019 auswerten und über eine dauerhafte Verlängerung entscheiden. Ein Name für das Ticket wird noch gesucht.

joe
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