Europa macht Schule

Internationaler Austausch: Gaststudenten stellen mit Aschaffenburger Schülern die Kultur ihrer Heimat vor

Aschaffenburg
2 Min.

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Mohammad Barghouthe (rechts) und Omar Khammash aus Jordanien bei "Europa macht Schule" am Dalberg-Gymnasium Bildunterschrift 2018-06-28 --> Omar Khammash aus
Jordanien.
Foto: Miriam Schnurr
Flagge von Finnland
Foto: Wikipedia
Studenten aus Finnland bei "Europa macht Schule" am Dalberg-Gymnasium Bildunterschrift 2018-06-28 --> Versteht die EU durchs Auslandssemester besser: Satu Valtonen (zweite von links).
Foto: Miriam Schnurr
Der fin­ni­sche Balls­port Pe­säpal­lo, das To­ma­ti­na-Fes­ti­val in Spa­ni­en oder un­ter­schied­li­che Bil­dungs­sys­te­me: In den Ab­schluss­re­fe­ra­ten des Pro­jekts »Eu­ro­pa macht Schu­le« ha­ben 23 aus­län­di­sche Gast­stu­die­ren­de der Hoch­schu­le Aschaf­fen­burg ge­mein­sam mit Schü­l­ern die Kul­tur und Ge­sell­schaft ih­rer Hei­mat­län­der vor­ge­s­tellt.

»Europa macht Schule« war im April gestartet und fand mit den Präsentationen am Aschaffenburger Dalberg-Gymnasium vergangenen Freitag seinen Abschluss.

Projekte werden fortgeführt

Das Projekt gibt es an mehreren deutschen Hochschulstandorten (siehe Hintergrund). In diesem Jahr hat sich auch die Aschaffenburger Hochschule erstmals daran beteiligt: »Europa macht Schule« ist Bestandteil des »Busness Seminar Germany«. Das Besondere dabei: Damit auch Gaststudenten aus Nicht-EU-Ländern mitmachen können, hat man an der Hochschule parallel ein Projekt namens »Internationals meet School« ins Leben gerufen. Da beide Projekte sowohl von Studenten als auch von Schülern und Lehrern gut angenommen werden, will man sie fortführen. »Ab dem Sommersemester werden die Projekte ein eigener Kurs in der Hochschule sein«, sagt Angelika Dankert, Koordinatorin für »Europa macht Schule« und Vorstandsmitglied der Europa-Union Aschaffenburg.

Die Studierenden aus Finnland, Bulgarien, Frankreich, Spanien, Ungarn, der Türkei, Mexiko, USA und Taiwan haben in den letzten Monaten mit insgesamt 200 Schülern der Maria-Ward-Schule, des Dessauer- und des Dalberg-Gymnasiums in Projektgruppen zusammengearbeitet. Davon haben beide Seiten profitiert: Die Studenten haben das deutsche Bildungssystem in der Praxis kennengelernt und ihre Sprachkenntnisse verbessert – die Aschaffenburger Schüler haben einen Zugang zur Kultur fremder Länder bekommen.

Für viele Präsentationen haben die Gruppen sogar kleine Videos gedreht: Darin veranschaulichten sie unter anderem, dass in Finnland überall Leinenpflicht für Hunde besteht und Handy-Weitwurf eine Sportart ist. Die Zuhörer haben außerdem viel gelernt über die Festtraditionen und Bräuche, die Einwohnerzahlen oder Rechtssysteme anderer Länder.

»Wir wollen durch die Begegnungen von Schülern und Studenten aus dem Ausland Vorurteile abbauen oder am besten gleich verhindern«, so Koordinatorin Angelika Dankert. »Mit den Gaststudenten haben die Schüler gleich einen Ansprechpartner, wenn es um Unsicherheiten oder Fragen zu dem fremden Land geht.« Somit könne man auch dem Rechtspopulismus entgegenwirken.

Auch Politik als Thema?

Während es beim ersten Mal »Europa macht Schule« in Aschaffenburg um kulturellen Austausch ging, kann sich Dankert durchaus vorstellen, das Themenspektrum auf Politisches zu erweitern, wenn sich »Europa macht Schule« und »Internationals meet School« in Aschaffenburg etabliert hat.

Dass Politik aber durchaus auch Teil von interkultureller Vermittlung sein kann, zeigte Omar Khammash aus Jordanien in seiner Präsentation, in der er unter anderem auf die Situation der Flüchtlinge in seinem Land einging. So liegt in Zaati, einer Stadt im Norden des Landes, eines der weltgrößten Flüchtlingslager, das sich zu einer festen Siedlung entwickelt hat.

»Ich wollte den humanitären Aspekt hervorheben«, so der 21-Jährige. »Jordanien ist kein reiches Land, aber wir helfen trotzdem.«

MIRIAM SCHNURR
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