Erinnerung an Landjuden

Aschaffenburg
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Werner Lehmann von der Pflaumheimer Firma Natursteine Zahn zwei Namensschilder aus Granit auf dem jüdischen Teil des Altstadtfriedhofs angebracht. Foto: Bernd Hilla
Foto: Bernd Hilla
Im Auf­trag der Markt­ge­mein­de hat Wer­ner Leh­mann von der Pflaum­hei­mer Fir­ma Na­tur­stei­ne Zahn zwei Na­mens­schil­der aus Granit auf dem jü­di­schen Teil des Alt­stadt­fried­hofs an­ge­bracht.

Die alten waren verwittert und nicht mehr lesbar. Sie erinnern an Simon Ehrmann und Josef Wertheimer. Es sind die einzigen Gräber von Landjuden auf dem Altstadtfriedhof. Alle anderen wurden auf dem jüdischen Friedhof »Am Erbig« beerdigt. Die Stadtverwaltung musste um Erlaubnis gefragt werden, da der Friedhof unter Denkmalschutz steht. Sie willigte ein und der Landesverband israelitischer Kultusgemeinden in München begrüßte das Vorhaben.

Wertheimer war mit der Schwester von Ehrmann Hanna verheiratet. Sie wurden in der Reichsprogromnacht 1938 inhaftiert und anschließend im sogenannten Judenhaus der Metzgerfamilie Neumann untergebracht, das im Volksmund das »Ghetto« hieß und wie Aussätzige behandelt. Im Januar 1940 starb Simon Ehrmann. Seinen Tod meldete seine Frau Hanna auf dem Rathaus. Im Februar folgte ihm Josef Wertheimer in den Tod. Er hatte sich wahrscheinlich erhängt. Hanna zog später nach Frankfurt und wurde von dort nach Theresienstadt deportiert. Zur Erinnerung sind vor ihrem Wohnhaus in der Breite Straße - dem Wertheimer Haus- Stolpersteine verlegt worden. bh

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