Erinnerung an einen berühmten Sohn der Stadt

Kultur: Staatsminister Bernd Sibler eröffnet große Ausstellung mit Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner

Aschaffenburg
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Die Rekonstruktion von Ernst Ludwig Kirchners »Badenden« im Kirchner-Kubus. Foto: Stefan Gregor
Foto: Stefan Gregor
Im Kirchner-Kubus (von links): Oberbürgermeister Jürgen Herzing, Kunstminister Bernd Sibler, CSU-Landtagsabgeordneter Winfried Bausback, FDP-Landtagsabgeordneter Helmut Kaltenhauser, Bürgermeisterin Jessica Euler, Jürgen Hesse vom Kuratorium Kirchner-Haus und TH-Professor Jens Elsebach, der die technische Umsetzung erläutert. Foto: Stefan Gregor
Foto: Stefan Gregor
Mit ei­nem Grußwort hat der baye­ri­sche Mi­nis­ter für Wis­sen­schaft und Kunst, Bernd Si­b­ler (CSU), vor dem Kirch­ner-Ku­bus am Haupt­bahn­hof am Frei­ta­g­a­bend die Aus­stel­lung »Kirch­ners Ba­den­de: Ein­heit von Mensch und Na­tur« er­öff­net.

Die Schau besteht aus dem Würfel mit rekonstruierten Arbeiten des Künstlers Ernst Ludwig Kirchner am Bahnhof und einer Ausstellung mit Werken des Expressionisten im Kirchnerhaus-Museum (wir berichteten).

Der extra aus München angereiste Staatsminister erinnerte an die schwierige Zeit, in welcher der aus Aschaffenburg stammende e Maler und Bildhauer lebte. Erst am Vormittag habe die Staatliche Graphische Sammlung in München ein Aquarell des Künstlers Rudolf von Alt, das die Nazis 1938 widerrechtlich von jüdischen Eigentümern erworben hatten, an die Erben der rechtmäßigen Besitzer restituieren können, so Sibler. Im selben Jahr habe sich Ernst Ludwig Kirchner - als »entartet« verfemt - das Leben genommen. Auch die anhand von erhaltenen Farbdias rekonstruierten Wandgemälde im Kubus waren von den Nationalsozialisten zerstört worden.

Sibler sagte, er danke allen, die mitgeholfen haben, dass eine Erinnerung wie die jetzige Schau in Kirchners Geburtsstadt Aschaffenburg ermöglicht werden konnte. Viele Beteiligte hätten dazu beigetragen, dass Kultur nun inmitten der Stadt erlebbar ist. Kultur sei Austausch und Begegnung, so Sibler.

Einleitende Worte sprach auch TH-Professor Jens Elsebach. Mit seinen Mitarbeitern des Studiengangs Multimediale Kommunikation und Dokumentation hat er den Raum mit den während des Nationalsozialismus zerstörten Gemälden in Originalgröße im Kirchner-Kubus wiedererstehen lassen, unterstützt von der Aschaffenburger Baufirma Hörnig.

Zuvor Besuch der TH

Über die Studienbedingungen an der Technischen Hochschule hatte sich Sibler, der als Wissenschaftsminister für die Bayerischen Hochschulen zuständig ist, im Vorfeld der Ausstellungseröffnung im Gespräch mit Studierenden informiert.

Nach dem Besuch des Kubus begaben sich die Gäste in das Kirchnerhaus-Museum in die von Brigitte Schad kuratierte Kirchner-Ausstellung mit Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und druckgrafischen Arbeiten. Bei der aufgrund der Pandemie internen Eröffnung in den Räumen des Archäologischen Spessartprojekts vor geladenen Gästen mit Sibler und weiteren Rednern gab der Direktor der Städtischen Museen Aschaffenburg Thomas Schauerte seinen Einstand als neuer Vorsitzender des Kirchnerhaus-Vereins.

Die offizielle Eröffnung der Schau für Vereinsmitglieder und die Öffentlichkeit erfolgte am Samstagvormittag.

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