Claus Morhart verlässt das Main-Echo: Ein professionelles Vorbild, ein feiner Kerl

Langjähriger Chefredakteur und Chefreporter verlässt unsere Redaktion

Aschaffenburg
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Geht gerne voran als vorbildlicher Journalist: Claus Morhart (ganz links, bei einer Wanderung mit Lesern im Jahr 2016) verlässt unsere Redaktion in Richtung Ruhestand. Foto: Harald Schreiber
Foto: Harald Schreiber
Er reist ger­ne und lebt seit vie­len Jah­ren in der größ­ten Stadt des Rhein-Main-Ge­biet, in Frank­furt - und ist den­noch mit gan­zem Aschaf­fen­bur­ger ge­b­lie­ben. Er liest viel, ge­n­au­so wie er sch­reibt: in­ten­siv und lei­den­schaft­lich. Er schaut ger­ne ge­nau hin, bohrt tie­fer, will mehr wis­sen. Claus Morhart ist ein in allen Belangen vorbildlicher Journalist - und er verlässt an diesem Wochenende die Main-Echo-Redaktion, die er als Chefredakteur und Chefreporter maßgeblich geprägt hat, in den Ruhestand.

Claus Morhart ist ein Kind des Mainvierecks, Aschaffenburger durch und durch, auch wenn er 1956 in Darmstadt geboren worden war. Als 19-Jähriger, 1976, kam er als freier Mitarbeiter in die Main-Echo-Sportredaktion, um über seine große Fußball-Liebe, die Aschaffenburger Viktoria, zu berichten. Es war der Auftakt zu einer bemerkenswerten journalistischen Karriere, die immer einen roten Faden hatte: Leserinnen und Leser mit herausragenden journalistischen Informationen zu versorgen.

Modernisierer und Impulsgeber

Für das Medienhaus Main-Echo war es ein Segen, den Journalisten Claus Morhart gleich mehrfach für sich gewinnen zu können: Als freien Mitarbeiter, als prägenden Lokalredakteur (von Oktober 1983 bis Dezember 1990), als Pionier des privaten Hörfunks in Aschaffenburg, als modernisierenden Chefredakteur (von Januar 2003 bis Januar 2014) und als Chefreporter (seit Februar 2014 bis heute). Zwischenzeitlich arbeitete Morhart bei der Oberhessischen Presse in Marburg und beim Evangelischen Pressedienst (epd), dort als Fachjournalist für die Medienbranche.

Claus Morhart hat in allen Funktionen im Medienhaus Main-Echo Spuren hinterlassen, Haus und Redaktion vorangebracht. Er hat zeitgemäßen Journalismus in Aschaffenburg etabliert und weiterentwickelt. Er war der inhaltliche Modernisierer, den die Redaktion nach dem Jahrtausendwechsel zwingend brauchte. Wichtig waren ihm exzellent recherchierte und gut lesbare Geschichten über die Menschen im Mainviereck. Außerdem stärkte er fundamental die meinungsorientierten Stilformen.

Als Modernisierer wirkte er weit über inhaltliche Themen hinaus: In seine Amtszeit als Chefredakteur fallen der Ausbau unserer digitalen Kanäle und der Online-Redaktion. Die redaktionelle IT ist in seiner Amtszeit komplett renoviert worden, die Zeitung erhielt eine fundamental neue Optik. Und auch die Arbeitsprozesse innerhalb der Redaktion veränderten sich unter seiner Führung grundlegend - immer mit dem klaren Ziel, bestmögliche Inhalte für anspruchsvolle Leserinnen und Leser zu schaffen.

Maßstäbe gesetzt

Fachlich hat Claus Morhart Maßstäbe gesetzt - aber auch menschlich war er stets eine vorbildliche Führungskraft. Für ihn waren seine Redakteurinnen und Redakteure immer Kolleginnen und Kollegen, denen er auf Augenhöhe begegnete. Verwerfungen des privaten Alltags, die immer auch auf den Beruf zurückwirken, hatte er stets im Blick. In Sachen Qualität verlangte Claus Morhart viel von seiner Mannschaft, aber niemals mehr, als er selbst gab. Führen durch Vorbild - das war und ist sein Grundprinzip.

Claus Morhart wird ab kommender Woche mehr Zeit für all das Schöne im Leben haben, das ihn neben gut gemachtem Journalismus begeistert. Ganz verabschieden wird er sich aber nicht von der Profession, die er so gerne und seit Jahrzehnten ausübt: Er wird als Autor weiterhin unserem Medienhaus Main-Echo treu bleiben. Und er wird weiter redaktionell unsere Monatszeitschrift »Spessart« verantworten.

Als leidenschaftlicher Wanderer liegt ihm dieses Produkt seit etlichen Jahren besonders am Herzen - und alle »Spessart«-Leserinnen und -Leser dürfen sich freuen, dass der ausgezeichnete Journalist Claus Morhart für sie noch lange da sein wird.

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