Drei Hundekot-Stationen in Blankenbach

Gemeinderat: Knappe Mehrheit für probeweise Aufstellung - Kontroverse Diskussion - Dauer der Testphase offen

Blankenbach
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Pro­be­wei­se sol­len in Blan­ken­bach im Be­reich Rich­tung Er­len­bach ins­ge­s­amt drei Hun­de­kot­sta­tio­nen auf­ge­s­tellt wer­den. Die­se Ent­schei­dung fäll­te der Ge­mein­de­rat am Mon­ta­g­a­bend nach lan­ger Dis­kus­si­on mit sie­ben zu fünf Stim­men.

Demnach soll eine Station unterhalb des Kindergartens am Radweg an der Kahl aufgestellt werden.

Eine weitere Station ist am Radweg entlang der Staatsstraße 2305, kahlseits, vorgesehen.

Die dritte Station soll an der Brücke im Bereich Flederichsmühle platziert werden.

Hintergrund der Diskussionen waren laut Bürgermeister Matthias Müller (CSU) mehrfache Anfragen von Bürgern. Daraufhin habe er herausgefunden, dass mit 750 bis 1000 Euro Kosten pro Station zu rechnen sei.

Er habe allerdings auch Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen nach deren Erfahrungen gefragt und dabei erfahren, dass die Stationen im Sommer mindestens einmal wöchentlich geleert werden müssten.

Die Handhabung dieses Abfalls sei aber nicht nur ein zusätzlicher Arbeitsaufwand für die Gemeindearbeiter, sondern auch abstoßend. Zudem sei festgestellt worden, dass mit den Stationen der Hundekot zwar etwas weniger in der Natur lande. Ganz abzustellen sei das aber nicht. Martin Schäfer (FW) bestätigte, dass die für den Hundekot vorgesehenen Plastiktütchen regelmäßig auch bei der Aktion »Sauberer Landkreis« eingesammelt würden.

»Ich sehe nicht ein, dass die Gemeinde den privaten Abfall der Hunde entsorgen soll«, war Felix Becker (CSU) gegen die Stationen. Worauf Matthias Fehringer (FW) für die Hundebesitzer eintrat: »Die bemängeln, dass sie immerhin Steuern zahlen und dafür nichts gemacht wird.« Udo Neumeier hielt entgegen, dass verantwortungsvolle Hundebesitzer die Tütchen daheim entsorgen. »Am besten wäre es, wenn die Hundesteuern direkt auf solche Kosten umgelegt werden könnten«, folgerte der Rathauschef.

Heiko Fleckenstein (CSU) schlug daraufhin vor, ein Pilotprojekt zu starten. »Funktioniert das nicht, haben sich alle weiteren Diskussionen erledigt«, sagte er. Peter Sauer (CSU) erinnerte daran, dass es ja bereits Erfahrungen in anderen Gemeinden gebe und die Ausgaben gespart werden könnten.

Schäfer bezeichnete die Investition in drei oder vier Stationen als überschaubar. Ansonsten bestünde noch die Möglichkeit, die Hundesteuern zu verdoppeln.

Wie lange die Testphase dauern soll, wurde nicht festgelegt.

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