Die Region, wie sie im Buche steht

Literatur: Über 800 Besucher bei der Aschaffenburger Buchmesse im Schloss - Lesungen und 20 Aussteller

Aschaffenburg
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Austausch über Literatur bei der regionalen Buchmesse im Schloss. Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith
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Jürgen Pretsch (47) Finanzberater aus Goldbach
Foto: Melanie Pollinger
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Aschaffenburg, Schloss, Ridinger Saal, Buchmesse Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith
In druck­fri­schen Kri­mis, Ro­ma­nen und Sach­büchern blät­tern, Au­to­ren ken­nen­ler­nen, ih­nen beim Le­sen zu­hö­ren und ers­te Weih­nachts­ge­schen­ke kau­fen: Über 800 Be­su­cher ha­ben das An­ge­bot der re­gio­na­len Buch­mes­se am Sams­tag im Sch­loss Jo­han­nis­burg ge­nutzt.

Michael Seiterle, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins Main-Reim, äußerte sich am Sonntagmorgen sehr zufrieden über das Ergebnis. 200 Besucher mehr als bei der Premiere vor zwei Jahren: Das sei ein Ansporn, im Zwei-Jahres-Rhythmus weiterzumachen, meinte Seiterle. Die ersten Anmeldungen für 2018 lägen vor. Eventuell müsse man an einem neuen Konzept für die Lesungen basteln, so Seiterle.
Mehr Anfragen als Plätze
Schon zur jetzigen Buchmesse gab es mehr Anfragen als Plätze. 20 Stände konnten im Ridingersaal aufgestellt werden. 20 Autoren aus der Rhein-Main-Region lasen parallel im Turmzimmer und in der engen, kargen »Literaturgarderobe« hinter dem Ridingersaal. Etliche Schriftsteller hatten eine Fangemeinde mobilisiert, die nicht immer genug Sitzplätze fand. Was manche Besucher auch nicht freute: Es gab weder zu Essen noch zu Trinken während des insgesamt fünfstündigen Literaturmarathons. Doch echte Bücherfreunde steckten das weg. War es doch viel zu interessant, Neuigkeiten aus der regionalen Literaturszene zu erfahren. Zum Beispiel, dass Gretel Mayer einen Chiemsee-Krimi fertig hat, der in den 30-er Jahren kurz vor der Machtergreifung der Nazis spielt. Noch sucht die aus Oberbayern stammende Wahl-Hösbacherin einen Verlag.
Mit ihrem Buchprojekt »Lass dein Licht strahlen« überörtlich angekommen ist hingegen Bettina Czajkowski aus Karlstein. Die Unternehmensberaterin stellte den von ihr gefundenen »Weg zum zutiefst Glücklichsein« - man folge dem Pfad der Meditation - vor und hatte sichtlich Freude am Gespräch mit Neugierigen.
Als Grenzgänger zwischen den Zeiten stellte sich Dichter Sascha Werner aus Schneeberg vor. Er hat - nach 85 Jahren - die Liebesbriefe von Emmy Hennings und Hugo Ball, dem Mitbegründer von Dada in Zürich, als kostbare Mappe herausgegeben: 17 im Handsatz bedruckte Einzelblätter aus Hosho-Japanpapier. Eine weitere Mappe hat Werner Hochzeits-Gedichten aus 4000 Jahren gewidmet.
Rustikaler kamen da die Kalender mit alten Spessart-Motiven daher, die Erwin Kraus aus Daxberg herausgibt. Das heimische Mittelgebirge war allgegenwärtig in der Ausstellung, nicht nur am Stand des Spessartbunds und bei der Aschaffenburger Buchhandlung Diekmann: Dort gab’s unter anderem Infos über Wilddieb Johann Anton Hasenstab.

eMehr Fotos unter
www.main-echo.de
Melanie Pollinger

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Foto: Petra Reith |  24 Bilder
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