Das Knattern der Geschäftsideen

Company Battle:Vier junge Unternehmen präsentieren sich bei Wettbewerb an der Hochschule

Aschaffenburg
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Ein echter Klotz: Jungunternehmer Robin Reusch (links) erläutert die Idee seines Generators. Fotos: Bernd Ottow
Foto: (c) Bernd Ottow
Doppelter Grund zur Freude: Gewinner Dennis Metz.
Foto: (c) Bernd Ottow
Exis­tenz­grün­dung kann ganz sc­hön Krach ma­chen. Mit dem lau­ten Knat­tern ei­ner 2500-Watt-Elek­tro-Ket­ten­sä­ge hat das Mi­chel­städ­ter Star­t­up ZSKG beim Un­ter­neh­mer­wett­be­werb Com­pa­ny Batt­le am Don­ners­ta­g­a­bend in der Hoch­schu­lau­la laut­stark auf sei­nen Zwei­s­trom­k­reis­ge­ne­ra­tor auf­merk­sam ge­macht.

Auch wenn die originelle Erfindung eines netzunabhängigen E-Generators, der Handwerkern und anderen Nutzern das lästige Tauschen von individuellen Kleinakkus ersparen soll, bei der Preisvergabe leer ausging, sorgte ZSKG-Mitgründer Robin Reusch für die unterhaltsamste Präsen?tation des Abends.

Abba-Titel als Bilanz

Gemeinsam mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hatten der Career Service und das Projekt »mainproject digital« der Hochschule zum zweiten Mal zur Company Battle geladen. »The Winner takes it all« - mit dem Titel des passenden Abba-Songs fasste Moderatorin Beatrice Brenner vom Kreisverband des BVMW das Ergebnis des Abends zusammen: Denn gleich doppelt erfolgreich war Dennis Metz vom Alzenauer Startup »Othermo«.

Der smarte siebenminütige Vortrag des promovierten Ingenieurs, der das Konzept »Industrie 4.0 für Heizzentralen« umriss, und die Antworten in der anschließenden Fragerunde überzeugten sowohl die fünfköpfige Jury als auch die rund 150 Zuschauer, die dem jungen Unternehmen den Publikumspreis zuerkannten. Die Jury war vor allem von der Marktnähe und der Einfachheit überzeugt, mit der das Produkt vom Kunden anzuwenden ist.

Den Sonderpreis Social Venture Award erkannte die Jury dem Unternehmen Quantenspringer aus Veitshöchheim zu. Das Konzept der 2016 gegründeten Firma von Reinhard Foegelle und Max Lehnert besteht aus einem kreativen Team technisch orientierter Hochbegabter, das Unternehmen und sozialen Organisationen eine Kombination aus Beratung, Denk?fabrik und Hochbegabtentraining anbietet.

Auf eine nachhaltige Energieversorgung bei Elektroautos hat sich das Aschaffenburger Startup Scio Technology verlegt. Dessen Gründer Alexander Weis, Ex-Linde-Mitarbeiter und Absolvent der RWTH Aachen, und Veit Kolb präsentierten auf dem Podium die schmucken Prototypen von Ladebox, Ladesäule und Storage System.

Dass ein Businesspitch kein Spaziergang ist, wurde an dem Abend deutlich: Alle Jungunternehmer erwiesen sich als gut vorbereitet, um ihre komplexen Ideen und Pläne zu erläutern. Das war auch nötig, denn die kritischen Jury-Nachfragen hatten es mitunter in sich. Formuliert wurden diese von Sparkassen-Vorstandsmitglied Frank Oberle, Claus Barthold (Walter Fries Unternehmensberatung), Hochschul-Professor Boris Bauke, Bastian Bieber - Geschäftsführer der B2 Communications GmbH und Vanessa Weber, Firmenchefin von Werkzeug Weber.

Preise im Wert von über 10 000 Euro hatten die Firma Werkzeug Weber, die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, die Digital Innovation AG, die Agentur B2 Communications sowie die Walter Fries Unternehmensberatung, BVMW und das Digitalen Gründerzentrum Alte Schlosserei gestiftet.

Zur Einstimmung hatte Pass-Geschäftsführer Gerhard Rienecker in einem Vortrag die Entwicklung von Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz als Mischung aus Utopie und Dystopie, Traum und Alptraum, skizziert.

ALEXANDER BRUCHLOS
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!