Damit Frühchen bei Mama sein können

Soziales:Anonymer Aschaffenburger Geschäftsmann spendet insgesamt 200 000 Euro an die Kinderklinik

V on unserem Mitarbeiter ERNST BÄPPLER ASCHAFFENBURG.
1 Min.

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Spendenübergabe (v.l.): Hans Ulrich Deitz (Vorsitzender Lions-Hilfswerk), Angelika Hörtig, Gerlinde Staab (Stiftungsmitarbeiterinnen), Chefarzt Christian Wieg und Claus-Henning Röbke (Präsident des Lions-Clubs Aschaffenburg-Pompeijanum).
Foto: Ernst Bäppler
Mit dem Geld des anonymen Spenders konnten 23 Mutter-Kind-Betten geschaffen werden: Auf diese Weise müssen die Frühchen im Regelfall nicht mehr von ihrer Mutter getrennt werden. Freuen sich über die Optimierung (v.l.): die Pflegedienstmitarbeiterinnen Vanessa Farbmacher, Lisa Wenzel und Marion Stumpf. Fotos: Ernst Bäppler
Foto: Ernst Bäppler
»Wenn ei­ner et­was hat, soll­te man auch et­was tun.« Die­se Verpf­lich­tung hat sich ein nicht un­ver­mö­gen­der Aschaf­fen­bur­ger Ge­schäfts­mann au­f­er­legt. Da er un­er­kannt blei­ben will, grün­de­te er ei­ne Stif­tung, mit der er Kin­der- und Ju­gend­pro­jek­te för­dert.

Einen Mitstreiter fand er im Lions-Club Aschaffenburg-Pompejanum, der seit längerer Zeit die Arbeit der Aschaffenburger Kinderklinik unterstützt. Dessen früherer Präsident Walter Schafelner war der maßgebende Weichensteller für die erste Spende über 100 000 Euro an die Kinderklinik des Aschaffenburger Klinikums. Diese Spende stockte der Wohltäter nun um einen weiteren Betrag in selber Höhe auf.

Mikrokamera mitfinanziert

Mit dem Geld wird ein Projekt vollfinanziert, welches Müttern und Kindern gleichermaßen zugutekommt: Neugeborene, die nach der Geburt kinderärztlich überwacht werden müssen, werden in der Mutter-Kind-Station betreut. Eine Trennung von Mutter und Kind ist daher vielfach nicht mehr erforderlich.

Was vor zwölf Jahren mit vier derartigen Mutter-Kind-Betten in der sogenannten Station NME (neotatologisch-maternale Einheit) begann, konnte nach dem Umzug von sechs Intensivüberwachungsbetten für Neugeborene aus dem Gebäude der Kinderklinik in die Frauenklinik im Haupthaus auf 23 Betten ausgebaut werden. Und nicht nur das: Auch eine Mikrokamera konnte durch die Spenden der Stiftung mitfinanziert werden. Mit ihr lassen sich Entwicklungsstörungen in der Augennetzhaut feststellen, die bei Frühgeborenen unter 1500 Gramm zu befürchten sind. Durch rechtzeitige Gegenmaßnahmen wie etwa Laserbehandlung können Dauerschäden vorgebeugt werden.

Wenn Spenden übergeben werden, fehlt es nicht an Dankesworten. Klinik-Geschäftsführerin Karin Reiser vergaß bei allem Lob an die Spender nicht die Klinikmitarbeiter, die den Umzug und die Installation der anspruchsvollen Medizintechnik im laufenden Betrieb in kürzester Zeit bewerkstelligt hätten.

»Leuchtturm« in der Versorgung

Und auch Christian Wieg ging als Leiter der Neugeborenenmedizin bei den Lobesbekundungen nicht leer aus: Sein Engagement und seine Sorge um die Frühchen, denen nun bereits ab der 22. Woche ein Leben mit guter Perspektive ermöglich werde, sei ein »Leuchtturm« in der medizinischen Versorgung, betonte Lions-Club Präsident Claus-Henning Röbke.

Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog (SPD) und die stellvertretende Landrätin Marianne Krohnen (CSU) bekannten sich bei der Spendenübergabe nicht nur zum Prinzip der kommunalen Krankenhausträgerschaft, sondern verwiesen auch auf den bayernweiten Spitzenplatz der Aschaffenburger Neonatologie - mit Recht: Wie unlängst bekannt wurde, weist die sogenannte »Focus-Liste« Chefarzt Wieg zum fünften Mal hintereinander als »Top-Mediziner« in seinem Fach aus.

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