Bürger gegen den Einsatz von Glyphosat

Stadtrat: Fragestunde zum Protest genutzt

Alzenau
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Meh­re­re Al­ze­nau­er ha­ben die Bür­ger­fra­ge­stun­de zu Be­ginn der jüngs­ten Al­ze­nau­er Stadt­rats­sit­zung ge­nutzt, um ge­gen den Ein­satz des um­s­trit­te­nen Mit­tels »Roun­dup« im Al­ze­nau­er Un­ter­wald zu pro­tes­tie­ren.

Sie bezogen sich auf den Waldbegang des Alzenauer Stadtrates vom Samstag, 25. Juli, bei dem mehrheitlich entschieden wurde, auf einer Fläche von sieben Hektar auszuprobieren, ob der Spätblühenden Traubenkirsche mit Chemie beizukommen ist.

Das Problem: Diese Pflanze verbreitet sich mit unglaublicher Vehemenz im geschädigten Alzenauer Wald, erreicht lediglich Buschform und verhindert, dass sich gewollte Bäume entwickeln. Ergo: Ohne die Bekämpfung der Traubenkirsche gibt es auf diesen Flächen künftig keinen Wald - so hat es Bernd Handlbichler, Leiter der Abteilung Umwelt und Forsten, beim Waldbegang erklärt. Den sehr gezielten Einsatz von Roundup hält Handlbichler angesichts dieser Situation für vertretbar und das kleinere Übel.

Das Mittel Roundup mit seinem Wirkstoff Glyphosat ist stark umstritten, gilt als krebserregend. Verboten ist der Einsatz allerdings nicht - Landwirte, Winzer und Hobbygärtner nutzen es zur Unkrautbekämpfung.

Stadträtin Claudia Neumann (Grüne) kritisierte unter anderem, dass die Entscheidung zum Glyphosateinsatz der Tagesordnung zum Waldbegang nicht zu entnehmen war - und dass eine Dokumentation fehle, was es in den ausgesuchten Flächen an Tieren und Pflanzen gebe.

Fragestellerin Dagmar Förster (Vorsitzende BUND-Kreisgruppe) und andere regten an, Alternativen zum Glyphosateinsatz zu prüfen. Bürgermeister Stephan Noll (CSU) sagte zu, das Thema noch einmal mit Bernd Handlbichler nach dessen Urlaub zu erörtern.

Wo sind Kanibers Millionen?

Ebenfalls zum Thema Stadtwald und Sturmschäden wollte Fragesteller Horst Kröll wissen, ob das Versprechen von Umweltministerin Michaela Kaniber (CSU), zwei Millionen Euro Direkthilfe für Aufforstungen in der Region bereitzustellen, eingelöst worden sei. Die Antwort auf diese Frage will Bürgermeister Stephan Noll (CSU) nachreichen.

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