Blubberbucht und Breitwasserrutsche

Gemeinderat: Goldbach investiert zehn Millionen Euro ins Waldschwimmbad - Vier 50-Meter-Bahnen und ein Fünf-Meter-Sprungturm

Goldbach
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Goldbach, Hauptstraße 179, Waldschwimmbad Aktuelle Aufnahmen vom Bad: Sprungturm, Rutsche, Kinderbecken, Bademeisterhäuschen und ein Bild mit dem markanten Hügel samt Kiosk im Hintergrund. Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith
Goldbach, Hauptstraße 179, Waldschwimmbad Aktuelle Aufnahmen vom Bad: Sprungturm, Rutsche, Kinderbecken, Bademeisterhäuschen und ein Bild mit dem markanten Hügel samt Kiosk im Hintergrund. Foto: Petra Reith
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Goldbach, Hauptstraße 179, Waldschwimmbad Aktuelle Aufnahmen vom Bad: Sprungturm, Rutsche, Kinderbecken, Bademeisterhäuschen und ein Bild mit dem markanten Hügel samt Kiosk im Hintergrund. Foto: Petra Reith
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Goldbach, Hauptstraße 179, Waldschwimmbad Aktuelle Aufnahmen vom Bad: Sprungturm, Rutsche, Kinderbecken, Bademeisterhäuschen und ein Bild mit dem markanten Hügel samt Kiosk im Hintergrund. Foto: Petra Reith
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Der schmale Weg zwischen Hauptstraße und altem Technikgebäude, durch den sich die vom Waldparkplatz kommenden Besucher derzeit noch quetschen müssen, soll bald der Vergangenheit angehören.
Foto: Petra Reith
Vor­aus­sicht­lich zehn Mil­lio­nen Eu­ro will die Ge­mein­de Gold­bach in ihr Frei­bad in­ves­tie­ren, um es at­trak­ti­ver und fa­mi­li­en­f­reund­li­cher zu ma­chen. Das hat der Ge­mein­de­rat am Frei­ta­g­a­bend ein­stim­mig be­sch­los­sen. Auch die Ge­stal­tung wird nun kon­k­re­ter. »Es wird ein Bad der Zu­kunft«, fass­te Bür­ger­meis­ter Tho­mas Krimm (FWG) die Pla­nun­gen in Wor­te.

Seit sechs Jahren beschäftigt sich der Goldbacher Rat mit der Sanierung des Bads. Schon 2012 lagen erste Pläne vor. Seitdem hat das Gremium verschiedene Freibäder besichtigt, in mehreren Sitzungen beraten und die Badegäste in einer Fragebogen-Aktion nach ihren Wünschen befragt. Das Ergebnis: Das Bad soll nicht nur saniert, sondern insgesamt attraktiver werden.

»Insel« für Sprungtürme

Viele Wünsche der Badegäste konnten die Architekten der Planungsbüros BZM aus Wiesbaden und FRK aus Kriftel in ihre Pläne integrieren. Dazu gehört ein Fünf-Meter-Sprungturm, der zu den bereits vorhandenen Ein- und Drei-Meter-Türmen hinzukommen soll.

Allerdings wandern die Sprung-türme vom Rand des Schwimmerbeckens weg und bekommen eine eigene »Insel« am westlichen Beckenrand, von der aus man in ein eignes Becken springen kann. So werden die Schwimmer auf den verbleibenden 50-Meter-Bahnen nicht mehr gestört, wie BMZ-Architekt Matthias Marhöfer erläuterte.

Zwar müssen die 50-Meter-Bahnen wegen der Sprunginsel auf vier reduziert werden, sollen aber künftig ausschließlich für Schwimmer reserviert sein. Deswegen werden auch die übrig bleibenden und wegen der Sprungturm-Insel auf 25-Meter gekürzten vier Bahnen baulich von den 50-Meter-Bahnen getrennt.

Das Nichtschwimmer-Becken bleibt von der Lage und Größe her nahezu unverändert, bekommt aber unter anderem eine Blubberbucht, die als Abtrennung zum 25-Meter-Bahnen fungieren soll.

Der Sandspielplatz, der an seiner bisherigen Stelle dem neuen Technikgebäude weichen muss, wird nicht ersetzt. Dafür wird es einen großen Kinderbereich mit zwei Becken und einen Wasserspielplatz geben, der sich in seiner Formensprache dem Hügel mit dem Kiosk anlehnen soll, wie Marhöfer erklärte, der nicht zum ersten Mal von diesem Hügel als Goldbacher Alleinstellungsmerkmal schwärmte.

Künftig soll das Bad zwei Rutschen haben: Die bestehende Tunnelrutsche soll saniert oder erneuert und durch eine neue Breitwasser-Wellenrutsche ergänzt werden.

Sorgen bereitet den Planern der sich unter dem Bad befindende Fels, denn für die unterirdisch liegenden Bereiche des Technikgebäudes muss in 2,50 Meter Tiefe gebaut werden. Da man nicht wisse, wie die Felsbeschaffenheit sei, könne man zur Zeit nur eine Kostenschätzung abgeben, sagte Marhöfer, was vor allem Paul Mann (CSU) Sorgen bereitete. Allerdings sei die Lage des Technikgebäudes dort, wo sich bislang noch der Sandspielplatz befindet, alternativlos. Gleichzeitig wollen die Planer dort einen weiteren Eingang platzieren, so dass sich die Besucher, die auf dem Waldparkplatz parken nicht mehr zwischen Leitplanke und Schwimmbadgebäude »vorbei quetschen« müssen, wie Bürgermeister Thomas Krimm (FWG) sagte.

Hauptstraße »entschärfen«

Unabhängig vom neuen Eingangsbereich soll im Zuge der Goldbach-Verrohrung, die derzeit noch unter dem Waldschwimmbad verläuft und auf die unter anderem wegen des Techniktiefbaus auf die andere Seite der Hauptstraße verlegt werden muss, dieser Bereich entschärft werden, so Krimm.

Die Gesamtkosten belaufen sich laut Planer auf 8,4 Millionen Euro netto und etwa 10 Millionen brutto, wobei die Gemeinde zwei Millionen Förderung vom Bund erhält. Da die ohnehin fällige Sanierung - sprich der Neubau des Technikgebäudes und die Auskleidung der Becken mit Edelstahlwannen - den mit sechs Millionen größten Teil der Kosten ausmacht, tat sich der Gemeinderat nicht schwer, den mit der Attraktivierung des Bads verbundenen Mehrkosten ebenfalls zuzustimmen.

Die Bauarbeiten sollen laut Marhöfer im Oktober 2019 beginnen und bis zum Beginn der Badesaison im Mai 2021 abgeschlossen sein - vorausgesetzt das Wetter spiele mit und es fänden sich Baufirmen.

NINA-ANNA BECKMANN
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