Blasmusik wie man sie sich wünscht

Konzert: Dettinger Jugend- und Stammorchester begeistern 230 Besucher bei Open-Air an der Lindighalle

Karlstein a. Main
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Unter der Leitung von Dirk Mattes präsentierte der Musikverein Harmonie Dettingen am Sonntagnachmittag im zweiten Lindighallen-Open-Air Stücke aus dem pandemie-bedingt ausgefallenen Frühjahrskonzert.
Foto: Doris Huhn
Zum zwei­ten Lin­dig­hal­len-Open-Air konn­te Vor­sit­zen­der Ste­fan Tra­ge­ser vom Mu­sik­ve­r­ein Har­mo­nie Det­tin­gen wie im letz­ten Jahr 230 Be­su­cher be­grü­ß­en. Mit un­glaub­lich viel Po­wer und Spaß an der Mu­sik prä­sen­tier­ten so­wohl das Ju­gend­or­ches­ter un­ter der Lei­tung von Mar­kus Wis­sel als auch das auf knapp 50 Mit­g­lie­der an­ge­wach­se­ne Stam­mor­ches­ter mit Di­ri­gent Dirk Mat­tes 90 Mi­nu­ten lang Blas­mu­sik, wie man sie sich wünscht: in­no­va­tiv und mi­t­rei­ßend.

Von Oktober bis Mai musste der Musikverein wegen der Pandemie eine siebenmonatige Pause verstreichen lassen. »Doch Resignation ist nicht die Sache vom Musikverein«, freute sich Trageser, der auch wie immer als Schlagzeuger agierte. Und dazu gibt es auch absolut keinen Grund. Sowohl das Nachwuchsorchester, das am Samstagmorgen beim Fairen Frühstück spielte, als auch das Jugendorchester und vor allen Dingen das richtig große Stammorchester sorgten für ordentlich Klangfülle vor der Lindighalle. Und Trageser prophezeite: »Mit 60 Musikern im Stammorchester werden wir unser Frühjahrskonzert 2022 vor 600 Besuchern in der Lindighalle spielen!« Dieser positive Ausblick erntete natürlich Sonderapplaus.

Zuerst präsentierte sich am Sonntag das Jugendorchester und ließ die musikalische Sonne aufgehen mit dem Gute-Laune-Stück »Caribbean Summer« von Luigi di Ghisallo. Nach dem cool interpretierten »Soul Bossa Nova« von Quincy Jones sorgte noch der »Raiders March« aus »Star Wars« für viel Applaus.

Das Stammorchester begeisterte mit einer wahren Bandbreite an Stücken. Von Liebes- und Trennungsliedern (»Can't take my Eyes off you« und »Hard to say I'm sorry«) ging es über den langsamen Marsch »Orion« von Jan van der Roost in die erste Blasmusik-Liga. Carl Wittrocks Originalkomposition »Lord Tullamore« war nicht nur das schwierigste, sondern auch ausdrucksstärkste Stück. Das mehrsätzige monumentale Klanggemälde mit zahlreichen brillanten Solisten versetzte die Zuhörer nach Irland, in die Pubs und zum rauchigen Whiskey, von dem einige Zuschauer, da es mittlerweile richtig frisch geworden war, sicherlich gerne eine Kostprobe genommen hätten.

Mit dem Funk-Stück »All that matters« des jungen Komponisten und Dirigenten Dominik Wagner, den Dirk Mattes persönlich kennt, beendete der Musikverein Harmonie sein Open-Air-Konzert. Zwei Zugaben, in denen Trompeten, Flügelhörner und Posaunen punkten konnten, belohnten die Besucher für ihren kräftigen Applaus.

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