Baugebietserweiterung: Planung vorangebracht

Rat: Am Keilrain in Schöllkrippen sollen 18 weitere Bauplätze entstehen - Stellungnahmen der Behörden behandelt

Schöllkrippen
2 Min.

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Der Markt Sc­höllkrip­pen will mit dem Bau­ge­biet »Am Keil­rain - 2. Er­wei­te­rung« wei­te­re 18 Bau­plät­ze schaf­fen.

Als der Gemeinderat am Montag die Stellungnahmen der Behörden zum Bebauungsplan (B-Plan) erledigte, zeigte sich jedoch, dass das Problem mit der Trinkwasserversorgung einen Strich durch die Rechnung machen könnte, hätte es die Gemeinde nicht bereits durch Maßnahmen in Angriff genommen.

Laut Bürgermeister Marc Babo (CSU) kamen die gravierendsten Einwände vom Gesundheitsamt und vom Wasserwirtschaftsamt. Demnach haben beide Behörden angekündigt, dem B-Plan nicht zustimmen zu können, solange die Wasserversorgung »als nicht gesichert angesehen« werden müsse. Diese Aussage basiere aber auf dem Zeitraum vom 31. Mai bis zum 4. Juli 2021, in dem der B-Plan erstmals ausgelegt worden sei.

Im Etat berücksichtigt

Bei einer Besprechung Anfang des Jahres habe die Gemeinde aber darlegen können, dass die zur Trinkwassersicherung geplanten Maßnahmen bereits im Etat 2022 sowie in der Finanzplanung bis 2025 berücksichtigt seien. Das seien die Sanierung des Rohwasserbehälters, der Ausbau der Aschaffenburger Straße, der Leitungsbau in der Laudenbacher Straße, der Ausbau der Raingartenstraße und die Kamerabefahrung der Ortskanäle.

Babo habe zudem an den Einbau eines Ultraschalldurchflussmesssystems erinnert, mit dem Rohrbrüche leichter lokalisiert werden könnten. Und er habe auf den geplanten Zusammenschluss von fünf Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft zu einer Wasserbetriebsgemeinschaft und die Rücknahme des Baugebiets »Blinder Grund« hingewiesen.

Die Behörden hätten daraufhin signalisiert, eine andere Stellungnahme abgeben zu können, sobald der B-Plan in die weitere Auslegungsphase gehe.

Das Kreisbauamt habe bemängelt, dass der B-Plan nicht auf neue Bauweisen, wie flächensparende Kettenhäuser, eingehe. Das liegt laut Babo daran, dass sich die Nachfrage nach hauptsächlich auf Einfamilienhäuser beziehe und es sich wegen der Erweiterung eines vorhandenen Baugebiets quasi um eine Abrundung handele.

Wie Babo weiter berichtete, hat die Untere Naturschutzbehörde empfohlen, dass ein Hausbaum je 250 Quadratmeter Grundstücksfläche gepflanzt werden sollte.

Momentan keine Einwände habe die Untere Immissionsschutzbehörde, da gemäß der Berechnungen »die schalltechnischen Orientierungswerte sowohl tagsüber als auch nachts eingehalten« würden. Den Umweltbericht zur endgültigen Bewertung lege die Gemeinde im nächsten Verfahrensschritt vor.

Bereits 45 Interessenten

Ferner hätten die Regierung von Unterfranken und der Regionale Planungsverband mitgeteilt, dass vorzugsweise Baulücken geschlossen werden sollten. Da aber nicht alle Eigentümer verkaufen wollten, sei die große Nachfrage nur durch ein weiteres Baugebiet zu decken: »Es gibt bereits 45 Interessenten«, sagte Babo. Ohne Ergebnis verlief die wiederholte Diskussion, ob Photovoltaikanlagen zwingend vorgeschrieben werden sollten oder nicht.

Gegen zwei Stimmen wurden die Beurteilungen zu den Stellungnahmen, die vom Bauatelier Richter/Schäffner formuliert wurden, schließlich gebilligt. Sie sollen in den Plan eingearbeitet werden, damit dieser danach erneut ausgelegt werden kann.

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