Bau- und Umweltausschuss Kahl in Kürze

Kahl a. Main
4 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Aus der Sit­zung des Bau- und Um­welt­aus­schus­ses des Kah­ler Ge­mein­de­rats vom Di­ens­tag:

Gemeindewohnungen: Die Untersuchung der Gemeindewohnungen unter anderem in der Weingartenstraße habe ergeben, dass ein Abriss und Neubau wirtschaftlicher sei als eine Sanierung, berichtete Bürgermeister Jürgen Seitz (SPD).

Kerbplatz: Wie kann der Platz vor der Waldseehalle dauerhaft als neuer Kerbplatz gesichert werden? Dazu habe es ein Gespräch mit dem neuen Kreisbaumeister gegeben, teilte der Rathauschef mit. Dieser habe empfohlen, einen Bebauungsplan aufzustellen. Bereits in der nächsten Sitzung soll ein entsprechender Aufstellungsbeschluss gefasst werden.

Notstromaggregat: Aus einer Sammelbestellung des Landratsamtes habe die Gemeinde ein Notstromaggregat erworben, sagte Seitz.

Feuerwehrgerätehaus: Am Gerätehaus würden sich immer mehr Risse und Feuchtigkeitsschäden zeigen, berichtete Seitz. Auch an den Leimbindern gebe es Risse. Eine zeitnahe Sanierung sei unumgänglich: Mittel dafür sollen im Haushalt 2023 bereitgestellt werden.

Waldseehalle: Risse seien auch im Fitnessraum der Waldseehalle zu sehen. Laut Statiker liege das daran, dass das Eckfundament unterspült sei. Die Schäden sollen nun kurzfristig behoben werden. Außerdem soll die Entwicklung weiter beobachtet werden.

Parkdeck: Für die Sanierung des Parkdecks am Wasserturm werde derzeit ein Gutachten erstellt, erklärte Seitz. Im Gespräch sei dabei auch eine Aufstockung und eine Überdachung mit Photovoltaik-Modulen.

Schwimmbad: Angesichts der Gasmangellage habe es ein Gespräch mit den Nachbarkommunen Karlstein und Kleinostheim in Bezug auf die Schwimmbäder gegeben, sagte der Rathauschef. Das Ergebnis: Das Bad in Karlstein soll im Winter geschlossen bleiben, während das Kahler Lehrschwimmbad und das Vitamar Kleinostheim offen bleiben. Die Kinder aus Karlstein kommen nach Kahl zum Schwimmunterricht, die Vereine aus Karlstein gehen nach Kleinostheim. Die Wassertemperatur in Kahl sei von 28 auf 23 Grad herabgesenkt worden. Ob das so bleibt, werde aber geprüft, so Seitz: Denn nach dem ersten Schwimmunterricht habe sich gezeigt, dass das doch »arg kalt« sei.

Energiesparmodus: Die Gemeinde habe weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung vorgenommen, sagte Seitz. So sei die Raumtemperatur in der Verwaltung gemäß den gesetzlichen Vorgaben auf 19 Grad Celsius reduziert worden. Öffentliche Gebäude wie die Pfarrkirche oder der Backes würden nicht mehr angestrahlt. Bei den Straßenlaternen sei die Helligkeit, wo es technisch möglich sei, reduziert worden. Außer Christbäumen werde es heuer keine Weihnachtsbeleuchtung in Kahl geben.

Bürgerenergie: Am vergangenen Samstag sei die Bürgerenergiegenossenschaft »Kahlgrund Energie Genossenschaft« gegründet worden. Gründungsmitglied seien auch die Gemeindewerke Kahl.

Wegsanierung: Ab Oktober sollen die Wege an der Auestraße, an der Waldseehalle und hin zu den Erlichgärten saniert werden.

Fahrradreparaturstation: Am Wasserturm soll demnächst eine Fahrrad-Reparaturstation errichtet werden. Sie ist Teil eines Förderprojektes, an dem der Landkreis Aschaffenburg teilnimmt, und deshalb für die Gemeinde Kahl kostenlos. Stephan Pösse (Grüne) regte an, an der neuen Station auch eine Frischwasser-Auffüllmöglichkeit zu schaffen.

Dorfplatz-Begrünung: Der Agendabeirat hat in der Vergangenheit schon mehrfach angeregt, den Dorfplatz zu begrünen. Doch das sei eigentlich nur an einer Stelle möglich, erklärte Horst Breunig (Aktiv für Kahl) - nämlich dort, wo früher die sogenannte Einheitslinde stand. Breunig hatte im Auftrag der Gemeinde eingezeichnet, wo im Platz überall Leitungen und Kanäle verlegt sind.

Bookcrossing: Die neue »Bookcrossing-Station« am Wasserturm in Form einer ausgedienten Telefonzelle lässt weiter auf sich warten. Der Grund: Die Telekom hat derzeit keine Telefonzellen vorrätig; die Gemeinde Kahl steht Seitz zufolge weiter auf einer Warteliste.

Homepage: Die Homepage der Gemeinde wird immer stärker genutzt. 2020 habe es nach der 36. Kalenderwoche 207.000 Zugriffe gegeben, in diesem Jahr schon rund 500.000. berichtete der Bürgermeister.

Notfall-Tankstellen: Auf Anraten der Katastrophenschutzbehörde im Landratsamt wird die Gemeinde Kahl zwei mobile Notfall-Tankstellen anschaffen. Gedacht sind sie für den Bauhof und die Feuerwehr. Sie fassen je 1000 Liter Diesel.

Ersatz für Lkw: Eigentlich wollte die Gemeinde für den Bauhof einen neuen Lkw beschaffen - als Ersatz für ein älteres Modell. Das hat der Ausschuss aber erst einmal verschoben. Stattdessen wird der Lkw generalsaniert. Der Grund: Für den Kauf des Neufahrzeugs ist laut Seitz ein umfangreiches, teures und langwieriges Vergabeverfahren erforderlich.

Hotel: Der Eigentümer der Gaststätte Rabenau hat bereits vor Längerem einen Bauantrag gestellt, dort ein Hotel zu bauen. Umgesetzt wurde das Projekt bislang nicht. Nun wurde eine Verlängerung der Baugenehmigung beantragt. Dem stimmte der Ausschuss zu.

Westendstraße: In der Westendstraße sollen Wohnblocks energetisch saniert werden. Zudem will der Eigentümer ein weiteres Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen bauen. Dafür ist auch eine Tiefgarage nötig. Auf diese hätte der Bauausschuss nur verzichtet, wenn sich herausgestellt hätte, dass der Boden dort kontaminiert ist - was aber laut einem Gutachten nicht der Fall sei, erklärte die Rathausverwaltung. Der Ausschuss erteilte sein Einvernehmen. Horst Breunig (Aktiv für Kahl) stimmte dagegen: Er fürchtete, dass der Neubau die Feuerwehrzufahrt für die Bestandsgebäude versperre. Das werde im Landratsamt geprüft, erwiderte Seitz.

Linde: Für den Bau des neuen Logistikzentrums der Firma Linde lag nun der Bauantrag auf dem Tisch. Alle Räte stimmten zu. Der Bauantrag entspricht mit kleinen Änderungen dem Bebauungsplan, der eigens für das Projekt verabschiedet wurde.

Seniorentagesstätte: Grünes Licht gab es auch für den Neubau der Caritas-Seniorentagesstätte auf der Wiese vor dem Friedhof. Die Tagesstätte soll bis zu 25 Gäste aufnehmen. Daneben sind auch vier so genannte Service-Wohnungen geplant, in denen Senioren leben, die im Alltag zwar allein zurechtkommen, aber bestimmte Dienstleistungen dazubuchen können. Gegen den Bauantrag stimmten Grüne und Aktiv für Kahl, die schon in der Vergangenheit den Standort der neuen Tagesstätte abgelehnt hatten.

Stellplatzsatzung: Den Antrag von Horst Breunig (Aktiv für Kahl) auf Änderung der bestehenden Stellplatzsatzung lehnten die übrigen Räte ab. Derzeit muss bei Neubauten mit mehr als vier Wohnungen eine Tiefgarage gebaut werden. Aktiv für Kahl wollte die nötigen Stellplätze auch oberiridisch zulassen - auf einer einzuhausenden Stellplatzbühne.

Straßensanierung: Teile der Bergwerkstraße, der Kölner Straße und des Seligenstädter Weges werden generalsaniert: Sie bekommen neue Kanäle und eine neue Straßendecke. Mit den Bauarbeiten wurde die Firma Engelhaupt aus Mittelsinn beauftragt. Die Kosten belaufen sich auf gut zwei Millionen Euro. mgh

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!