Montag, 18.02.2019

"Faule Schweine": Mann wegen Beleidigung der Feuerwehr Waldaschaff verurteilt

Rettungseinsatz auf A3 verärgerte Autofahrer

Waldaschaff
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Mehrere Stunden musste am Sonntag (04.03.2018) die A3 nach einem Verkehrsunfall bei Bischbrunn in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.
Foto: Ralf Hettler
Mehrere Stunden musste am Sonntag (04.03.2018) die A3 nach einem Verkehrsunfall bei Bischbrunn in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.
Foto: Ralf Hettler

Er hatte die Feuerwehr Waldaschaff während eines Einsatzes auf der A/3 übelst beleidigt, jetzt hat er dafür die Konsequenzen zu ziehen: Das Amtsgericht Gemünden hat jüngst einen Autofahrer verurteilt.

We­gen Be­lei­di­gung der Feu­er­wehr Wal­da­schaff ist ein Au­to­fah­rer ver­ur­teilt wor­den. Der Mann hat­te im März 2018 mit sei­nem Au­to auf der A 3 bei Rohr­brunn (Kreis Aschaf­fen­burg) im Stau ge­stan­den. Grund da­für war der Ret­tung­s­ein­satz nach ei­nem schwe­ren Ver­kehr­s­un­fall mit sechs Schwer­ver­letz­ten. Der Ein­satz hat­te den Mann offenbar sehr ver­är­gert.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg bestätigte unserem Medienhaus die Verurteilung des Mannes durch das Amtsgericht Gemünden in zwei Fällen. 2000 Euro Geldstrafe muss der 26 Jahre alte Angeklagte zahlen. Zuvor hatte die Feuerwehr Waldaschaff darüber auf ihrer Facebook-Seite berichtet.

Am 4. März 2018 krachten mehrerer Autos in der A 3-Baustelle bei Rohrbrunn ineinander. Die Polizei sperrte die Autobahn in beide Richtungen für Stunden komplett ab. Die Feuerwehr Waldaschaff sicherte die Unfallstelle. Seinen Ärger über die Sperrung ließ der Verurteilte an ihnen aus (wir berichteten darüber).

Nach dem Urteil gegen einen Pöbler: Feuerwehrmann redet Klartext
Quelle: Ralf Hettler

Vor Ort sagte er laut Staatsanwaltschaft: »Hier stehen 3000 Menschen im Stau und ihr steht da rum wie faule Säcke.« Später legte er unter dem Einsatzbericht der Feuerwehr auf Facebook nach: »Übrigens, die Feuerwehrleute sind unfreundliche, faule Schweine, das sei mal festzuhalten!«

 

Kommandant Joachim Hoos sagte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass sich drei seiner Kameraden dazu entschieden hatten, Anzeige zu erstatten, um ein Zeichen zu setzen, »egal, was dabei herauskommt«.

Pöbeleien gegen die Feuerwehr – So erleben es die Waldaschaffer
Quelle: Manuela Klebing, Ralf Hettler

 

Feuerwehr-Kommandant Hoos zum Urteil gegen einen Pöbler
Quelle: Ralf Hettler/Xenia Reinfels
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