Mittwoch, 14.11.2018

Großostheimerin gewinnt mit 40.000 Euro dotierte Preise

Mit Verein Krankenhaus auf Madagaskar errichtet

mit Video

Verleihung der "Goldenen Bild der Frau 2018" (© Daniel Reinhardt (dpa)) Großostheim Donnerstag, 08.11.2018 - 08:54 Uhr

Die aus Großostheim-Pflaumheim stammende Tanja Hock hat bei der Verleihung der GOLDENEN BILD der FRAU insgesamt 40.000 Euro für ihr Hilfsprojekt gewonnen. Die Gala fand am Mittwochabend in Hamburg statt.

Ein Interview mit der Preisträgerin finden Sie am Ende des Artikels.

 

Hock ist in Aschaffenburg ausgebildete Hebamme und lebt seit zwölf Jahren auf Madagaskar, wo der Verein "Mobile Hilfe Madagaskar" derzeit ein Krankenhaus errichtet (siehe Main-Echo-Gespräch vom Juni 2018). Der Rohbau steht, für den Innenausbau wird noch Geld benötigt. Moderiert wurde der Abend von Kai Pflaume, die Sänger Johannes Oerding und Bonnie Tyler traten auf und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey überreichte Hock den Preis.

 

Hock gewann sowohl den mit 10.000 Euro dotierten Jurypreis, als auch den mit 30.000 Euro dotierten Leserpreis. Beim Leserpreis wählen Bild-der-Frau-Leserinnen und Leser telefonisch und bei der Online-Abstimmung ihre Favoritin.

Die Hebamme Hock lebt seit 2006 auf der Insel Madagaskar vor Afrikas Ostküste. Dort ist mit dem „Hebammenmobil“ unterwegs, rettet schwangere und obdachlose Frauen, versorgt deren Babys.

Der Veranstalter schreibt: "Bei der 12. Verleihung der GOLDENEN BILD der FRAU standen sechs Alltagsheldinnen und ihre wichtigen sozialen Projekte im Mittelpunkt."

caw/mai

   

Interview mit Tanja Hock

40 000 Eu­ro hat die aus Großost­heim-Pflaum­heim stam­men­de Hebam­me Tan­ja Hock am Mitt­woch­a­bend bei der Ga­la »Gol­de­ne Bild der Frau« der Zeit­schrift »Bild der Frau« in Ham­burg ge­won­nen.

Neben dem Jurypreis von 10 000 Euro sicherte sie dem Verein Mobile Hilfe Madagaskar dank der meisten Leserstimmen auch den Leserpreis von 30 000 Euro. Das Medienhaus Main-Echo hat Tanja Hock am Donnerstagabend telefonisch zu diesem Erfolg befragt.

Frau Hock, die Gala am Mittwochabend in Hamburg war bestimmt etwas ganz Besonderes - nicht nur wegen des Erfolgs, schließlich waren auch viele Prominente da, wie ihre Projektpatin Schauspielerin Suzanne von Borsody und die Tänzerin Motsi Mabuse als Laudatorin.

Das stimmt. Ich bin da in eine Welt eingetaucht, die eigentlich gar nicht meine ist.

Wie haben Sie den Abend erlebt?

Viele Sachen habe ich gar nicht richtig verstanden. Dafür bin ich einfach schon zu lange weg aus Deutschland. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass der rote Teppich bedeutet, dass da 150 Fotografen und Kameraleute stehen. Aber Suzanne von Borsody hat das so toll gemacht, mir den Schal zurechtgezuppelt und mir Tipps gegeben, so dass ich ihr nur folgen konnte.

Wie haben Sie Suzanne von Borsody kennengelernt?

Sie ist eine ganz Herzliche und Liebe. Sie hat ihre Berühmtheit genommen, so dass die Fotografen dadurch mich gesehen haben.

Ihr Projekt wurde bei der Gala wie auch die der anderen fünf Jurypreisträgerinnen vorgestellt. Dass Ihre Kinder Fanilo und Fifaliana Ihnen den Preis überreicht haben, schien ein sehr emotionaler Moment.

Ja, denn ich wusste das nicht, fand es aber sehr schön: Denn die beiden haben es auch verdient, weil sie im Alltag so viele besondere Situationen haben. Es ist toll, dass sie Teil haben durften.

Wissen Sie, wie viele Menschen Sie unterstützt haben, so dass Sie den mit 30 000 Euro dotierten Leserpreis errungen haben?

Nein, ich weiß nur, dass das Ergebnis deutlich war. Es war ein verrücktes Jahr. Das hat einfach noch einmal gut getan.

Was bedeutet das jetzt für den Krankenhaus-Bau?

Mit dem Preis haben wir einen großen Schub bekommen, das Krankenhaus fertigstellen zu können. Wir sind definitiv vor Weihnachten fertig. Ab Montag ist ein Ehepaar aus Deutschland da, das die Operationssäle betriebsbereit macht. Derzeit läuft noch eine Spendenaktion auf dem Portal Betterplace. Wenn die Leute da spenden, könnten wir das Krankenhaus anlaufen lassen. Denn wir brauchen ja Personal.

caw

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