Alltägliche Dinge als Inspirationsquelle

Ausstellung: Heike Schwerdtfeger zeigt in Goldbachs Galerie Mairana Mirea ihre Werke

Goldbach
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Die Frankfurter Künstlerin Heike Schwerdtfeger zeigt ihre Werke unter dem Titel »Statt Stadt« noch bis 23. Mai in der Goldbacher Galerie Mariana Mirea.
Foto: Nina-Anna Beckmann
Ein in­ter­es­san­tes Mus­ter im As­phalt, land­wirt­schaft­li­che Fo­li­en, die der Wind zu Wel­len über Hü­gel­bee­ten weht oder lee­re Pra­li­nen­schach­teln - es sind ganz all­täg­li­che Din­ge und Ent­de­ckun­gen am We­ges­rand, die Hei­ke Schwerdt­fe­ger als In­spi­ra­ti­ons­qu­el­le die­nen. Al­les an­de­re als all­täg­lich sind ih­re Wer­ke, die dar­aus ent­ste­hen, und die die Frank­fur­ter Künst­le­rin noch bis 23. Mai in der Gold­ba­cher Ga­le­rie Ma­ria­na Mi­rea zeigt.
Alles wird zur Kunst
Sowohl was die Materialien als auch die Techniken anbelangt, kennt Schwerdt-feger keine Grenzen. Es gibt quasi nichts, was bei ihr nicht zur Kunst wird. Vor allem Verpackungsmaterialien haben es ihr angetan. Dass Käseschachteln, Lochfolien oder Styroporgeflechte, mit denen empfindliches Obst vor Druckstellen geschützt wird, in den Werken verarbeitet sind, entdeckt man allerdings erst, wenn man genauer hinschaut.
Denn sie stellen meist nur eine von vielen Schichten, nur einen Teil des Ganzen dar. Mit Lack, Farbe und erhaben aufgebrachtem Kleber gestaltet Heike Schwerdtfeger plastische, dreidimensionale Bilder, die häufig schon skulpturalen Charakter haben. So vielfältig wie die verwendeten Materialien sind auch die Techniken.
Geschlossenheit im Ausdruck
Es finden sich Collagen neben Hinterglasmalerei und reliefartigen Modellierungen. Dabei beeindrucken sowohl die klein- als auch die großformatigen und oft mehrteiligen Werke trotz der Vielzahl der verwendeten Materialien und Techniken durch ihre Geschlossenheit im Ausdruck. Aber nicht nur Verpackungen, sondern auch Fotografien lässt die Künstlerin Heike Schwerdtfeger in ihre Arbeit einfließen. Mal ist es ein hinter rot gefärbte Lochfolie gesetztes Porträt, mal das Bild eines Osterfeuers hinter selbst gestrickten Maschen, Detailaufnahmen von Rissen im Asphalt oder Folienbeeten, deren Muster sich in Klebeformationen und Farbstrukturen wiederfinden.
Von der Großstadt aufs Land
Gerade diese letzten, im Münsterland entstandenen Bilder passen gut in die Ausstellung, die unter dem Titel »Statt Stadt« firmiert. »Statt Stadt mal Land-Liebe«, sagt die Frankfurter Künstlerin lachend und meint damit ihren Ortswechsel von der Großstadt in den Landkreis Aschaffenburg. Dass sie auch hier wieder reiche Inspirationsquellen finden wird, steht außer Frage, so dass man schon auf ihre nächsten Werke gespannt sein darf.
Nina Beckmann-Höhenberger

b Ausstellung »Statt Stadt«: Galerie Mariana Mirea, Bahnhofstraße 56, Goldbach, bis 23. Mai, mittwochs und donnerstags 17 bis 19 Uhr, Termine auch nach Vereinbarung, Tel. 0 60 21 / 7 71 24 18.
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