Samstag, 29.02.2020
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Benefizturnier zum Gedenken an Luca aus Obernau: "Wir machen das trotzdem!"

C-Jugend des SV Vorwärts will diesen Samstag Geld für Verein Herzmensch sammeln

Kleinostheim
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Gab den Anstoß zum Benefizturnier für Luca: Florian Bunjaku (links), mit seinen Teamkollegen Bastian Pophal und Luca Stock.
Foto: Cornelia Müller
Das Le­ben des 13-jäh­ri­gen Lu­ca aus Aschaf­fen­burg-Obernau kön­nen die gleichal­t­ri­gen C-Ju­gend­spie­ler vom SV Vor­wärts Klei­n­ost­heim nicht mehr ret­ten. Der schwer an Krebs er­krank­te Jun­ge ist ver­gan­ge­ne Wo­che ge­s­tor­ben. Aber in Ge­den­ken an ihn wol­len die Ju­gend­li­chen, ih­re Trai­ner und El­tern das für ihn ge­plan­te Be­ne­fiz­tur­nier an die­sem Sams­tag, 15. Fe­bruar, trotz al­lem durch­zie­hen. Was an Spen­den zu­sam­men­kommt, soll an den Ve­r­ein Herz­mensch flie­ßen.

"Wir waren geschockt, als wir letzten Freitag gehört haben, dass Luca gestorben ist!", fasst es Bianca Seipel aus dem Organisationsteam und Mutter eines Kleinostheimer Fußballers zusammen. "Aber dann war schnell klar, wir machen das Turnier trotzdem", ergänzt Mannschaftsbetreuerin Sabrina Sartoris, deren Sohn ebenfalls zum Fußballteam gehört.

Traurig ist auch Florian Bunjaku (13), Sohn von Januz Bunjaku, der gemeinsam mit Kai Nentwig und Michael Völker die Kleinostheimer C-Jugend trainiert. Florian hatte die Idee, etwas für Luca zu tun, mit Spenden zu helfen, dass Geld für die geplante teure Medikamentenbehandlung des erkrankten Jungen zusammenkommt. "Luca hat mir so leidgetan, er ist genauso alt wie ich, hat auch Fußball als Hobby", sagt der Schüler des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums vor dem Training am Dienstagabend. Als er vor zwei Wochen in den Medien von Lucas Schicksal hörte, hat er seinen Vater gefragt: "Können wir da nicht was organisieren?"

Die Frage seines Sohnes sei ihm die ganze Nacht durch den Kopf gegangen, erinnert sich Januz Bunjaku. Und nach kurzer Rücksprache mit dem Team und den Eltern war klar: "Wir stellen ein Benefizturnier auf die Beine, und alles, was wir einnehmen, bekommt der Verein Herzmensch für Luca."

Welle der Hilfsbereitschaft

Eine Welle der Hilfsbereitschaft sei dann losgetreten worden, blicken die Organisatoren dankbar zurück. Innerhalb kürzester Zeit fanden sie Sponsoren für sämtliche Getränke und Speisen sowie Sach- und Geldspenden von Firmen aus der Region. Die Eltern seien ebenfalls sehr hilfsbereit, packen mit an, backen Kuchen. Keiner habe einen Rückzieher gemacht, als feststand, dass Luca damit nicht mehr zu helfen gewesen sei.

"Wir wollten doch, dass Luca wieder kerngesund wird", sagen Bastian Pophal und Luca Stock (beide 14) aus der Kleinostheimer C-Jugend. Beide besuchen die Ruth-Weiss-Realschule, wie auch Luca vor dessen Erkrankung. Persönlich gekannt haben sie ihn allerdings nicht. Was sie nicht begreifen können: "Das Geld für Lucas Behandlung war doch schon da, man hätte loslegen können." Tatsächlich war es dem Verein Herzmensch gelungen, innerhalb von wenigen Tagen die Spendensumme von 100.000 Euro aufzutreiben. Wie Andrè Döbber, stellvertretender Vorsitzender, auf der Facebook-Seite des Vereins mitteilt, werde das Geld nun für andere kranke Menschen in Not verwendet.

Im Überblick: Benefizturnier in Kleinostheim am 15. Februar

Sechs Mannschaften treten an diesem Samstag, 15. Februar, von 10 bis 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des SV Vorwärts Kleinostheim, Alte Poststraße 66, gegeneinander an. Mit dabei sind die U13-Jugend von Viktoria Aschaffenburg sowie die U15-Mannschaften der SG Obernau, des VfR Goldbach, TSV Mainaschaff, JSG Freigericht-Hasselroth und des SV Vorwärts. Sie hoffen auf zahlreiche Zuschauer.

Auf die sonst übliche Startgebühr sowie Sachpreise für die Sieger verzichtet der Veranstalter, die teilnehmenden Vereine und die Besucher seien gebeten, "großzügig zu spenden". Sämtliche Einnahmen gehen ohne Abzug an den Verein Herzmensch, der mit einem Infostand vertreten sein wird. Das weitere Programm: Versteigerung eines Trikots mit den Unterschriften der ersten Mannschaft von Viktoria Aschaffenburg, Soccer Dart und Hüpfburg (bei gutem Wetter). Für Bewirtung ist gesorgt.

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