800 Bäume im Obernauer Wald gepflanzt

Umwelt: Aktion der Plant-for-the-Planet-Gruppe

Aschaffenburg
2 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Kinder pflanzen Eichen im Obernauer Wald: Peter Schüssler vom städtischen Forstamt (orangefarbene Jacke), zeigt, wie man die Bäumchen einsetzt. Foto: Doris Pfaff
Foto: Doris Pfaff
Bäu­me pflan­zen für den Kli­ma­schutz: Das ist das Ziel der welt­weit agie­ren­den Kin­der- und Ju­gend­in­i­tia­ti­ve Plant-for-the-Pla­net. Seit drei Jah­ren hat sie auch in Aschaf­fen­burg ei­nen Ab­le­ger.

Inzwischen hat der Aschaffenburger Verein mit seiner Vorsitzenden Vanessa Weber Spenden für mehr als 12 000 Bäume gesammelt, die zum CO2-Ausgleich und zur Artenvielfalt beitragen sollen. In einer großen Pflanzaktion am Samstag haben etwa 170 Kinder, Eltern, Spender und Spenderinnen die ersten 800 Bäume auf einem Waldstück im Obernauer Wald gesetzt.

Areal von einem Hektar

Bei dem ein Hektar großen Areal handele es sich um eine Windwurffläche, erklärte Ludger Kiesler vom städtischen Forstamt, das die Bäume ausgewählt hatte und die Pflanzaktion leitete. Tausende neue Setzlinge sollen hier in nächster Zeit in den Boden eingebracht werden, weitere in ebenfalls bei Obernau liegende Schadflächen, so Kiesler.

Voriges Jahr seien auf diesen Waldstücken viele Bäume der Trockenheit und dem Sturm zum Opfer gefallen, hieß es. Damit die Triebe der jungen Bäume nicht vom Wild verbissen werden, wurden die Flächen eingezäunt, erklärte Revierleiter David Scheuthle.

»Heute geht es um unsere Zukunft«, betonte Oberbürgermeister Klaus Herzog (SPD), der die rund 30 Kinder bei der Pflanzaktion als wichtigste Akteure um sich scharte. Bäume zu pflanzen habe das Potenzial, einen Großteil der bislang von Menschen gemachten klimaschädlichen CO2-Emissionen aufzunehmen, so Herzog.

Lautstark und humorvoll schwor er die Kinder auf den Klimaschutz ein und ließ sie die Sätze nachrufen: »Wir sind stark. Ihr Bäume, wir lieben euch. Wir machen keinen unnötigen Abfall. Wir lassen uns nicht mehr von Mama oder Papa mit dem Auto zur Schule fahren.«

»Bäume pflanzen vereint,« unterstrich Vanessa Weber, die allen Mitwirkenden, Helfern, Sponsoren und den Wirtschaftsjunioren als ständige Förderer des Vereins dankte. Auch die Stadt Aschaffenburg leistete einen Beitrag zu dem Projekt, etwa, indem sie die Kosten für den Zaun der neuen Pflanzflächen übernahm.

In den vergangenen Jahren wurden in der Region über die Kinderakademien bereits mehr als 330 Kinder als Botschafter für die Klimagerechtigkeit ausgebildet, so Weber weiter. Begeisterte Botschafterinnen und »Kampagnekinder« sind so auch die beiden neunjährigen Freundinnen Sophia Welke und Luna Deitmer aus Pflaumheim geworden.

Auch Prominenz dabei

Mit von der Partie am Samstag war außerdem das Model Sarah Knappik aus Berlin. »Wir alle haben Verantwortung für die Erde«, betonte die 33-jährige Reality-TV-Darstellerin, begleitet von Sebastian Fobe (aus der RTL-Show »Bachelor in Paradise«), der sich auch für Plant-for-the-Planet stark macht. Knappik lobte die Kinder: »Ihr seid die wahren Stars.«

Kräftig mit Hand angelegt haben am Samstag auch sechs Auszubildende und 18 Mitarbeiter des städtischen Forstamts und des Gartenamtes, die den jungen Klimabotschaftern zeigten, wie man die kleinen Bäumchen fachgerecht einpflanzt. Auch die künftige Pflege des neu angepflanzten Waldstücks übernehmen die Forstleute. »Ohne Förster kein Wald«, meinte Oberbürgermeister Herzog.

Hintergrund: 12 000 Bäume für den Stadtwald

In der Aktion »12 000 neue Bäume für den Stadtwald«, für die der Verein Plant-for-the-Planet Aschaffenburg die Spendengelder gesammelt hat, wird unter anderem ein Hektar im Obernauer Wald wieder bepflanzt. An Tafeln wurden am Samstag diese Baumarten und Pflanzzahlen aufgeführt: 3000 Traubeneichen, 1000 Winterlinden, 700 Roteichen, 700 Edelkastanien, 400 Walnussbäume, 100 Baumhasel, 100 Kornelkirschen.

Wie Ludger Kiesler, Leiter des Städtischen Forstamts, erläuterte, war der Obernauer Wald bis vor etwa 350 Jahren überwiegend mit Eichen bestockt. Nachdem in jüngerer Zeit in einigen Waldabteilungen andere Baumarten, darunter etwa auch Lärche und Kiefer, überhandnahmen, wolle man jetzt wieder vermehrt Eichen anpflanzen. Sie seien besonders sturmfest und gegen längere Trockenphasen gut gerüstet. ()

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!