7400 Plastik-Enten liefern sich beim Alzenauer Stadtfest ein Schneckenrennen

Geringer Wasserstand der Kahl sorgt für gemächliches Tempo beim Benefiz-Entenrennen

Alzenau
2 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Kurz vorm Ziel: Benefiz-Entenrennen in Alzenau. Foto: Otto Grünewald
Foto: Otto Grünewald
Ei­ni­ge Tau­send Men­schen be­völ­ker­ten am Sonn­ta­gnach­mit­tag das Kahl­u­fer und den Rad- und Fuß­w­eg vom Burg­park­platz bis zur Kahl­brü­cke an der Feu­er­wehr, um das 19. En­ten­ren­nen im Rah­men des Al­ze­nau­er Stadt­fes­tes 2022 zu ver­fol­gen.

Das Entenrennen wird traditionell vom Rotary-Club Alzenau ausgerichtet. Rotary, der älteste bestehende Service-Club, führt eine Vielfalt von humanitären und kulturellen Programmen durch, wobei versucht wird durch Austauschprogramme auf lokaler und internationaler Ebene das Leben der Mitmenschen zu bereichern.

Kapazitätsgrenze erreicht

Eine Bereicherung des Alzenauer Stadtfestes ist das Entenrennen allemal. Starteten die Rotarier vor 19 Jahren mit 5000 quietschgelben Entchen, stockten sie deren Anzahl aufgrund der tollen Nachfrage auf nunmehr 7400 auf. Obwohl dadurch die Höhe der Spendensumme von 20.000 Euro auf jetzt über 30.000 Euro gesteigert werden konnte, sei aber die Höchstkapazität bei der Organisation des Entenrennens erreicht, erläutert Rotary-Präsident Hans Jürgen Scholz.

Dass den Rotary-Verantwortlichen bei ihrem Marsch vom Markt- zum Startplatz der Weg geebnet wird, dafür sorgt von Beginn an das Spielleute-Orchester des TV Michelbach, dessen Pauken-, Trommel- und Fanfarenklänge im Festtrubel unüberhörbar sind.

Rotary-Präsident Scholz und Bürgermeister Stephan Noll gaben gemeinsam den Startschuss, und danach plumpsten die Rennenten in die Kahl. Weil die Kahl nach der mehrwöchigen Hitzeperiode am Sonntag einen nahezu historischen Tiefstwasserstand hatte, war es eigentlich kein Rennen, vielmehr schwammen die Entchen gemächlich dem Ziel entgegen.

Führende Ente strandet

Mit großem Jubel wurde dann die mit Abstand führende Ente kurz vor dem Ziel empfangen, doch die Tücken des niedrigen Wasserpegels ließen sie stranden, und bis sie befreit war, war sie von einigen Konkurrenten überholt worden.

Einen kleinen Gag streute Thomas Röhrs ein. Mit Zustimmung der Organisatoren setzte er kurz vor dem allgemeinen Zieleinlauf eine »historische« Holzente des Heimat- und Geschichtsvereins ins Wasser, welche außer Konkurrenz die seit der Antike bekannt gute Schwimmfähigkeit von Holz bewies.

Helferinnen und Helfer der Freiwilligen Feuerwehr fischten die ankommenden Entchen aus der Fangeinrichtung und reichten sie zur Registrierstelle.

Gegen 18 Uhr konnte Rotary-Präsident Scholz auf dem Marktplatz die anwesenden Sieger beglückwünschen und Preise überreichen.

Die Gewinner der 370 Preise werden in der Lokalpresse veröffentlicht, und am Samstag, dem 20. August können in der Zeit von 9 bis 14 Uhr die restlichen in der Sparkasse Alzenau in der Burgstraße 3 abgeholt werden.

Hintergrund: Dreifache Unterstützung

Der Rotary-Club Alzenau unterstützt in diesem Jahr mit dem Reinerlös des Benefiz-Entenrennens im Rahmen des Stadtfests diese Vereine beziehungsweise Projekte:

1. Hospiz-Förderverein Alzenau.

2. Kinder- und Jugendprojekte: Nachhilfeangebote für die durch die Corona-Pandemie und Homeschooling benachteiligten Grundschüler und Missio Aachen.

3. Klimaschutzprojekte: Coco4Change und Regenwaldschutz. ()

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!