72 Mal den Schnabel aufgerissen

Hähnewettkrähen: Rudi Adrians Australorps gewinnt Wettbewerb bei Hörsteiner Züchtern - 19 Tiere dabei

Alzenau
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Siegerhahn (oben) und Siegerehrung: (von links) Bürgermeister Alexander Legler, Sieger Rudi Adrian, die nächstplatzierten Lothar Winter und Bettina Hansen sowie KTZV-Vorsitzender Gerhard Bergmann.
Foto: Otto Gr
Sehr gro­ßen An­klang fand das öf­f­ent­li­che Häh­ne­wett­krähen, zu dem der Klein­tier­zucht­ve­r­ein in Hör­stein am Pfingst­mon­tag ein­ge­la­den hat­te: Mit 19 Ver­t­re­tern der kräh­en­den Zunft aus meh­re­ren Ras­sen-, und Farb­schlä­gen, war ein Re­kor­d­er­geb­nis zu ver­zeich­nen und erst­mals über­wo­gen 13 aus­wär­ti­ge Ge­flü­gel­züch­ter die Lo­kal­ma­ta­do­ren.

Zuerst einmal lockte der Frühschoppen unter anderem sechs Partien Kartenspieler zum Preis-Schafkopfen in die Zuchtanlage »Im Lug«, bei dem der Hörsteiner Klaus-Dieter Struck Sieger wurde, gefolgt von Monika Reßt aus Wertheim und Vincent Gripp aus Hörstein.
»Gickelsbohrer«
Beim Mittagstisch kamen die KTZV-Köche ins Schwitzen, denn kulinarische Kreationen wie »Gickelsbömbchen« (panierte Champignonköpfe mit Knobi) oder »Gickelsbohrer« (geringelt aufgeschnittene Rindwurst mit Curry) fanden reißenden Absatz.
Das Hähnewettkrähen entwickele sich zu einer weithin beliebten Veranstaltung, stellte am Nachmittag Bürgermeister Alexander Legler erfreut fest, der mit den umstehenden Kindern durch Herunterzählen den Start zum Zählen der Hahnenschreie gab.
Drohung mit dem Topf
Während es in einigen Käfigen muntere Kräher gab, blieben wenige zurückhaltend bis lautlos. Mit dem Drohhinweis »Suppentopf« versuchte beispielsweise KTZV-Vorsitzender Gerhard Bergmann seinen Hahn zum Krähen zu animieren, was dieser aber ignorierte.
Zum Erstaunen aller Züchterfreunde lag am Ende der halbstündigen Zählzeit der stattliche schwarze Australorps-Hahn von Rudi Adrian (Hörstein) mit rekordverdächtigen 72 Krähern vorne. Dahinter der kleinere goldfarbige Chabo-Hahn von Lothar Winter (Seligenstadt) mit 22 Krähern vor dem grauen Seiden-Hahn von Bettina Hansen (Niedersteinbach) mit 21 Krähern.
Erstaunlich sei der Sieg deshalb, erklärte Vorsitzender Bergmann, weil normalerweise und über Jahre hinweg bestätigt die Zwerghähne die größte »Klappe« gehabt hätten, oder, um es in der Fachsprache auszudrücken, den Schnabel immer öfter aufgerissen hätten. Es wäre auch eine Erklärung dafür, dass unter den zahlreichen Tippern nur ein einziger auf den späteren Sieger gesetzt hatte.
Otto Grünewald

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