30-Meter-Mast geplant

Mobilfunk Betreiber informiert Gemeinderat über Projekt - Entscheidung steht noch aus

Blankenbach
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"Bevor auf privaten Dächern und Grundstücken die Antennenmasten wahllos aus dem Boden schießen, unterstützen wir lieber die Firma T-Mobile bei der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Mobilfunkmast", lautete in einer früheren Sitzung der...
Schon im Jahr 2000, damals aber erfolglos, habe das Unternehmen nach Möglichkeiten für Masten gesucht, weil einige Bereiche der Gemeinde Blankenbach schlecht versorgt seien. Da auch Bereiche der Gemarkung Sommerkahl Versorgungslöcher aufweisen, habe das Unternehmen einen Standort gesucht, der das Handynetz beider Gemeinden verbessern könnte.

Dabei wurde ein Bereich rund um das Millenniumskreuz gefunden, wobei die Gemeinde einen Standort direkt am Kreuz ausgeschlossen habe. Der von der Gemeinde stattdessen vorgeschlagene Standort am Waldrand an der Gemarkungsgrenze sei ebenfalls geeignet, was auch eine Ortsbegehung gezeigt habe. Werde dort ein etwa 30 Meter hoher, schlanker Stahlbetonmast errichtet, dann seien die Lücken im Versorgungsnetz nahezu geschlossen.

Danach stand Erhardt den Räten Rede und Antwort. Unter anderem erklärte sie, dass die Mobilfunkbetreiber Strahlungsgrenzwerte einhalten müssen. Die Betriebsgenehmigung für den Mast und die spätere Kontrolle zur Einhaltung der Grenzwerte obliege der Bundesnetzagentur. Lediglich der Bau des Masts selbst sei ein ganz normaler Bauantrag, der in der Regel von den zuständigen Behörden genehmigt werde, wenn der Nachweis der Grenzwerteinhaltung geführt sei.

450 Meter von Wohnlage entfernt Die nächsten Masten stehen in Schöllkrippen, Krombach und bei Königshofen. Der beim Millenniumskreuz vorgeschlagene Standort sei rund 450 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt, wobei die Topographie eine Höhendifferenz von etwa 60 Metern aufweise, so dass die zusätzliche Strahlungsbelastung als niedrig anzusetzen sei. Genaue Strahlungswerte könnten nur bei punktuellen Messungen ermittelt werden. Erhardt bot an, dass die Gemeinde einige markante Punkte, wie Schule und Kindergärten, angeben könne, dann werde das Unternehmen die dort mögliche Belastung errechnen.

Da viel Geld investiert werde, sei es aus wirtschaftlichen Gründen besser, wenn mehrere Anbieter einen Mast nutzen. Über diverse Vereinbarungen, unter anderem zwischen bayerischem Gemeindetag und Mobilfunkbetreibern, werde eine Kommune angeschrieben, sobald ein Betreiber Interesse an einem Maststandort habe. Die Gemeinde könne dann darauf hinweisen, wenn bereits einer vorhanden sei.

Da dem Unternehmen Beschwerden von Kunden über Funklöcher und das häufige Abreißen von Verbindungen vorliegen, werde zwar eine Realisierung des Standorts seitens des Unternehmens angestrebt, es sei aber keine besondere Eile notwendig. Die Räte kamen überein, die Entscheidung für oder gegen den Mobilfunkmast in der Nähe des Millenniumskreuzes in einer späteren Sitzung zu fällen. mst
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