»Sie halten Kunst und Brauchtumspflege hoch«

Auszeichnung: Seligenstädter Kulturpreis an Mathias Neubauer und Stephan Sprey überreicht

Seligenstadt
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Erstmals hat Seligenstadt zwei Kulturpreisträger: Bürgermeister Daniell Bastian (links) überreicht am Samstag im Riesen-Saal individuell gestaltete Urkunden an Mathias Neubauer (Mitte) und Stephan Sprey. Foto: Karin Klemt
Foto: Karin Klemt
Zum ers­ten Mal seit der ers­ten Ver­lei­hung im Jahr 1987 tei­len sich zwei Preis­trä­ger den Kul­tur­preis der Stadt Se­li­gen­stadt. Vor 200 Gäs­ten über­reich­te Bür­ger­meis­ter Da­ni­ell Bas­ti­an (FDP) am Sams­tag im Rie­sen-Saal die mit ins­ge­s­amt 1000 Eu­ro do­tier­te Aus­zeich­nung an den Mu­si­ker und Fo­to­gra­fen Ma­thias Neu­bau­er (47) und den In­i­tia­tor der Ar­beits­ge­mein­schaft Kauf­manns­zug, Ste­phan Sp­rey (55).
Beide hielten Kunst und Brauchtumspflege nicht nur in ihrer Heimatstadt hoch, begründete Bastian das jeweils einstimmige Votum einer Fachjury und des Magistrats.
Beifall für die Kaufmannszüge
So hätten die historischen Kaufmannszüge mit Dutzenden Kutschen, Planwagen und Pferden von Augsburg und Nürnberg an den Untermain die Stadt Seligenstadt und ihre Geleitstradition auch im bayerischen, insbeson᠆dere fränkischen Raum bekanntgemacht. So seien bleibende freundschaftliche Verbindungen entstanden.
Den ersten Zug hatten der Bauunternehmer Stephan Sprey - in Seligenstadt auch in der Denkmalpflege aktiv - und der von ihm angeregte ehrenamtliche Arbeitskreis unter dem Dach des Heimatbunds zum Geleitsfest 2003 in Marsch gesetzt.
Wie bis ins 18. Jahrhundert hinein die Kaufleute auf ihrem gefährlichen Weg zur Frankfurter Messe, zogen seither vier Mal jeweils mehr als 100 Teilnehmer mit ihren teils selbst gefertigten Fuhrwerken aus den großen südlichen Handelsstädten nach Seligenstadt.
Diese Züge unter militärischem Geleit und deren letzte Rast in Seligenstadt begründeten die Geleitstradition mit dem berühmten Löffeltrunk, die alle vier Jahre gefeiert wird. Auch im Mainviereck sorgten die Kaufmannszüge 2003, 2007, 2011 und 2015 für Aufsehen und wurden vielerorts mit Beifall begrüßt. Der Nächste ist 2019.
Mathias Neubauer ist über die Stadtgrenzen hinaus vor allem als Gestalter und Mitautor von mehr als 35 Bildbänden bekanntgeworden, darunter Kochbücher von Johann Lafer und Horst Lichter.
Kulinarisch-historische Werke
Zuletzt legte Neubauer mit seinem Bruder Andreas, ebenfalls Sterne-Koch, die kulinarisch-historischen Werke »Seligenstadt tischt auf« und »Man rühre es drei Ave Maria lang« auf.
Musikalisch kennt ihn die Region vor allem als Saxofonisten in den beiden Bands Sax Power und East 17. Oliver und Karin Klemt
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