Sanierung von Jagdschloss Kranichstein in Darmstadt geht weiter

Land Hessen fördert Arbeiten mit weiteren 300.000 Euro

Darmstadt
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Jagdschloss Kranichstein, vom davor liegenden Backhausteich führte ein schiffbarer Kanal zum Steinbrücker Teich.
Foto: Hans-Jürgen Badior
Das Hes­si­sche Mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kunst un­ter­stützt die Sa­nie­rung des Jagd­sch­los­ses Kra­nich­stein in Darm­stadt er­neut mit 300.000 Eu­ro. Das hat das Mi­nis­te­ri­um jetzt mit­ge­teilt. Den ent­sp­re­chen­den Be­scheid über­gab Kunst- und Kul­tur­mi­nis­te­rin An­ge­la Dorn der Stif­tung Hes­si­scher Jä­ger­hof bei ei­nem Be­such vor Ort. Be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr sei­en mit Hil­fe von Lan­des­mit­teln in glei­cher Höhe die Hei­zungs­an­la­ge und der Back­hau­s­teich sa­niert wor­den.

»Der Rundgang durch das Schloss zeigt, dass unsere Förderung hier an der richtigen Stelle ankommt«, wird Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn in der Mitteilung zitiert. »Nun können die historischen Parkmauern, der Anleger am Backhausteich und das Wegenetz im Park saniert werden.« So könnten die Besucherinnen auch in Zukunft das höfische Leben im Jagdschloss und die biologische Vielfalt im historischen Schlosspark erleben, das Museum im Jagdschloss und das Bioversum im ehemaligen Zeughaus besuchen.

Infrastruktur, Brandschutz, Barrierefreiheit

Der weitere Sanierungsplan umfasse die notwendige Modernisierung der technischen Infrastruktur, die Ertüchtigung des Brandschutzes sowie die Barrierefreiheit in den Museen. Zudem solle das Raumklima in den Ausstellungsräumen verbessert werden, sodass künftig auch kostbare Leihgaben adäquat präsentiert werden könnten. Schlosspark, Wege und Mauern würden gesichert und so restauriert, dass die historischen Befunde und die bewegte Geschichte der Schlossanlage wieder sichtbar würden.

Die historischen Sammlungen sollten ebenfalls neu konzipiert und präsentiert werden; unter anderem seien ein öffentliches Schaudepot sowie Touchscreens und Hörstationen als zeitgemäße Vermittlungsmedien geplant.

Gebaut wurde das Jagdschloss Kranichstein um 1580 von Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt. Im 18. Jahrhundert machte es Landgraf Ludwig VIII. zum Mittelpunkt seiner höfischen Jagden - von diesen Zeiten zeugen die prunkvollen Salons, die mit Jagdgemälden, Tapisserien sowie Möbeln im Barock- und Rokoko-Stil geschmückt sind.

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