Samstag, 26.09.2020
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Gesundheitsamt warnt vor Hantaviren

Infektion:Vermehrt Fälle im Main-Kinzig-Kreis

MAIN-KINZIG-KREIS
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Seit ei­ni­gen Jah­ren wer­den in Deut­sch­land ver­mehrt Er­kran­kun­gen durch Han­ta­vi­ren fest­ge­s­tellt. Dies gilt nach ei­ner In­for­ma­ti­on der Kreis­ver­wal­tung auch für den Main-Kin­zig-Kreis. An­ge­sichts der zu­neh­men­den Ver­b­rei­tung der Vi­ren rät das Ge­sund­heit­s­amt des Main-Kin­zig-Krei­ses zum Schutz vor ei­ner mög­li­chen In­fek­ti­on.

Hantaviren können über Kot und Urin von Rötelmäusen ausgeschieden werden. Unter günstigen Bedingungen, wie zum Beispiel ein trockener Sommer oder ein ausreichendes Nahrungsangebot, kann es zu einer vermehrten Population von Rötelmäusen kommen, in Folge dessen ist mit dem Auftreten von Hantavirus-Erkrankungen zu rechnen.

Rötelmäuse gelten als Hauptüberträger der Viren, die schwere Grippesymptome erzeugen und unter Umständen zu Nierenversagen führen können, heißt es von Seiten des Gesundheitsamtes. Die meisten Menschen infizieren sich demnach durch das Einatmen von aufgewirbeltem Staub, in dem die Erreger aus Kot, Urin oder Speichel der Nager enthalten sind. Das Gesundheitsamt rät grundsätzlich, den Kontakt zu Mäusen und deren Ausscheidungen zu vermeiden.

Staub als Risikofaktor

Ein besonderes Risiko besteht beispielsweise beim Umschichten von Holz, bei Arbeiten im Wald, beim Aufenthalt oder Reinigungsarbeiten in Gartenhäuschen, Waldhütten oder Schuppen, beim Wandern und Zelten, bei stauberzeugenden Tätigkeiten wie Ausfegen oder Aufräumen und Reinigung von Dachböden, Garagen oder Kellern und waldnaher Gebäude. Deshalb empfiehlt das Gesundheitsamt, bei der Reinigung von Scheunen, Dachböden, Garagen oder ähnlichen Räumlichkeiten ausreichend zu lüften und bestenfalls wenig Staub aufzuwirbeln beziehungsweise feucht zu reinigen. Zusätzlich sollte ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Für die Beseitigung von toten Nagetieren, deren Kot oder Urin sollten Einmalhandschuhe verwendet werden.

Die Entsorgung der verwendeten Materialien könne über den Restmüll in verschlossenen Plastikbeuteln erfolgen. Anschließend ist gründliches Händewaschen und gegebenenfalls eine Desinfektion der Hände notwendig.

b Weitere Infos beim Gesundheitsamt, Tel. 0 60 51/8 51 16 50, und beim Robert-Koch-Institut: www.rki.de

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