Peter M. setzt den Glanzpunkt

Kultur: 120-Jahr-Feier des Musikvereins Viktoria als Open-Air-Erlebnis auf Altenmittlaus neuem Dorfplatz

Freigericht
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Peter Müller (unser Bild) und seine Freunde hatten mit ihrem Repertoire aus Beat, Soul, Rock´n´Roll und Jazzrock wieder zahlreiche Anhänger aus dem Freigericht und vor allem viele aus dem gesamten Kahlgrund angelockt.
Foto: Otto Grünewald
Mit ei­nem mu­si­ka­li­schen Wo­che­n­en­de un­ter frei­em Him­mel hat der Mu­sik­ve­r­ein Vik­to­ria Al­ten­mitt­lau den Fei­er­lich­kei­ten zum 120-jäh­ri­gen Be­ste­hen ei­nen wei­te­ren Glanz­punkt hin­zu­ge­fügt. Mehr als 600 Zu­hö­rer dräng­ten sich am Sonn­ta­g­a­bend beim Ab­schluss­kon­zert mit Pe­ter M. auf dem Dorf­platz.
Der 1897 gegründete Verein veranstaltet jährlich zwei Konzerte, das große Jahreskonzert mit dem sinfonischen Blasorchester in der ersten Jahreshälfte und ein Jugendkonzert am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Darüber hinaus beteiligt sich die Viktoria seit rund 30 Jahren an nationalen und internationalen Wettbewerben und kann zahlreiche Erfolge aufweisen. 1988 beispielsweise belegte man beim Deutschen Orchesterwettbewerb (DOW) in Berlin in der Kategorie »B.1 Blasorchester« unter Leitung von Hans Rückert den zweiten Platz.
Steubenparade in New York
Der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende Bernhard Betz organisierte im selben Jahr die Teilnahme an der Steubenparade in New York und holte ein Jahr später die amerikanische »Cornflower-Queen« nach Altenmittlau, wo sie unter anderem auf Kahlgrund-Majestäten traf. Eine Medaille erinnert an die Weltmusikolympiade im niederländischen Kerkrade.
Orchesterwettbewerb gewonnen
Seit 1995 öffnet der ununterbrochene Gewinn des Hessischen Orchesterwettbewerbs (HOW) die Tür zum Deutschen Orchesterwettbewerb, den die Viktoria 2008 in Wuppertal erstmals gewann.
Der Verein sieht sich nicht nur als Botschafter der Musik, sondern auch als örtlicher Kulturträger. Er bringt sich in die Jugendarbeit ein, unterstützt Veranstaltungen unter anderem mit musikalischen Frühschoppen oder auch die Kirchengemeinde bei Prozessionen. Beim Vereins-Voting 2017 belegte die Viktoria in der Kategorie »Kulturvereine« den zweiten Platz und bekam 750 Euro.
Weil die letzte groß geplante Zeltfeier vor einigen Jahren ins Wasser fiel, wollten die Verantwortlichen um Vorsitzenden Volker Bilz die 120-Jahr-Feier nun zu einem Open-Air-Erlebnis machen. Das Jahreskonzert war Anfang Mai in der ausverkauften Freigericht-Halle. Am vergangenen Samstag eröffneten Bürgermeister Joachim Lucas und Festpräsident Erhard Naumann das Wochenende auf dem neu geschaffenen Dorfplatz.
Mischung aus Jung und Alt
Die Viktoria schreibe seit ihrer Gründung Geschichte, freute sich Lucas über die vielen Erfolge des Musikvereins in seinem Heimatort. Weil Musik keine Grenzen kenne, sei die Viktoria auch international bekannt. Die gute Mischung aus Jung und Alt sei Garant für hervorragende Blasmusik, viele Ehrenamtliche hielten die Viktoria am Leben, lobte der Schirmherr den Verein.
Main-Kinzig-Landrat Thorsten Stolz erinnerte an die Historie der Viktoria. Der 1897 von Lehrer Decher und 26 Interessierten gegründete Musikverein sei seit Beginn eine Erfolgsstory. Zum Jubiläum gratulierten auch die Landtagsabgeordneten Hugo Klein (CDU) und Christoph Degen (SPD), der zugleich Präsident des Hessischen Musikverbands ist.
Verregnete Auftritte
Die Musik stand am Samstag unter keinem guten Stern, waren doch die Auftritte des Viktoria-Jugendblasorchesters »Vikids« und des Jugendorchesters Meerholz-Hailer verregnet. Auch die Auftritte der Bands Mojo und Badge am Abend litten unter Regen. Dafür wurden die Musikfreunde am Sonntag reichlich entschädigt. Auf den Festgottesdienst folgte ein musikalischer Frühschoppen, am »Tag der Blasmusik« spielten den ganzen Nachmittag befreundete Orchester aus Freigericht und dem nahen Geiselbach.
Den musikalischen Schlusspunkt setzte am Abend die Formation »Peter M. and Friends«. Der 70-jährige Freigerichter Sänger Peter Müller und seine Freunde hatten mit ihrem Repertoire aus Beat, Soul, Rock’n’Roll und Jazzrock wieder zahlreiche Anhänger aus Freigericht und aus dem ganzen Kahlgrund angelockt.
Otto Grünewald
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