Paritätische Liste mit »Doppelspitze«

Kreistagswahl: Die Grünen Darmstadt-Dieburg nominieren ihre Kandidaten für den 14. März - Bis zu Platz 50 abwechselnd Frauen und Männer

Darmstadt-Dieburg
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Spitzenkandidatin Claudia Schlipf-Traup
Foto: Grüne Darmstadt-Dieburg
Mit ei­ner bis auf die letz­ten Plät­ze pa­ri­tä­tisch be­setz­ten Lis­te samt »Dop­pel­spit­ze« ge­hen die Grü­nen Darm­stadt-Die­burg in die hes­si­schen Kom­mu­nal­wah­len am 14. März. Die Lis­te der Be­wer­ber um ein Kreis­tags­man­dat füh­ren mit der See­heim-Ju­gen­hei­me­rin Clau­dia Sch­lipf-Traup und dem Gries­hei­mer Chris­ti­an Gru­ne­wald zwei Kan­di­da­ten aus dem West­kreis an.

Formal allerdings können auch die Grünen keine zwei ersten Plätze auf ihrer Liste anbieten, weshalb Schlipf-Traup auf Rang eins antritt und Grunewald auf Rang zwei. Im Selbstverständnis der Partei bilden beide aber ein gleichberechtigtes Führungsduo - auch für den Fall, dass sie nach Kumulieren und Panaschieren ihre Positionen behalten und dann auch die Kreistagsfraktion im Team leiten würden.

Derzeit sind die Grünen im Landkreis Darmstadt-Dieburg Teil der Ampel-Koalition, regieren zusammen mit SPD und FDP. Die anstehenden Wahlen, ein auf elf Listen gewachsenes politisches Angebot und die Befindlichkeiten der Koalitionäre bedeuten aber, dass das für die nächsten fünf Jahre nicht in Stein gemeißelt bleiben muss. Gut möglich ist generell auch, dass es selbst eine Drei-Parteien-Koalition nicht mehr schafft, die absolute Mehrheit der 71 Kreistags-Mandate zu erreichen. Den Grünen könnte unter anderem die neue »Klimaliste« einige Stimmen streitig machen.

Im Gegensatz zur SPD haben die Grünen darauf verzichtet, ein im Kreis hauptamtlich tätiges Zugpferd ihrer Partei an die Listenspitze zu stellen. Die Sozialdemokraten werben mit Landrat Klaus Peter Schellhaas (Dieburg), der am 30. Mai in diese Funktion zum dritten Mal direkt gewählt werden möchte. Ein ehrenamtliches Kreistagsmandat würde Schellhaas also gar nicht annehmen, da er dafür als hauptamtlicher Landrat aufhören müsste. Die Grünen haben der Versuchung widerstanden, ihren Direktkandidaten - den hauptamtlichen Ersten Beigeordneten Robert Ahrnt (Darmstadt) - an jedweder Stelle oder gar ganz vorn zu platzieren.

Insgesamt 51 Personen haben die Grünen für die Kreistagswahl nominiert, bis zu Platz 50 immer abwechselnd Frau und Mann. Lediglich auf den letzten beiden Positionen befinden sich zwei Männer in direkter Folge. Mit Blick auf die vertretenen Kommunen haben die Grünen ein breites personelles Portfolio, das auch Städte und Gemeinden im Ost- wie Westkreis recht ausgewogen berücksichtigt, zusammengestellt. Mit der Groß-Umstädterin Annette Huber ist die erste Ostkreis-Kandidatin auf Platz drei zu finden und hätte im Falle ihrer Wahl in den Kreistag ein Heimspiel: Normalerweise finden die Sitzungen im Landratsamt in Kranichstein statt, seit einigen Monaten coronabedingt aber in der größeren Groß-Umstädter Stadthalle.

Auffällig unterdessen ist: So gut der Ostkreis auf der Liste insgesamt vertreten ist, etwa durch eine Reihe von Kandidaten aus Groß-Umstadt, Dieburg und Groß-Zimmern: Personen aus Schaafheim und Babenhausen sucht man auf der Liste der Grünen vergeblich.

Im Überblick: Die ersten zehn Listenplätze der Grünen

1. Claudia Schlipf-Traup, Jahrgang 1965, Angestellte, Seeheim-Jugenheim; 2. Christian Grunwald, 1975, Sozialpädagoge, Griesheim; 3. Annette Huber, 1965, Krankenschwester, Groß-Umstadt; 4. Klaus-Dieter Fuchs-Bischoff, 1952, Hausmann, Roßdorf; 5. Susanne Hoffmann-Maier, 1958, Kaufmännische Angestellte, Modautal; 6. Rainer Seibold, 1969, Sozialpädagoge, Erzhausen; 7. Simone Brodrecht, 1984, Ergotherapeutin, Weiterstadt; 8. Wolfgang Stühler, 1960, Kaufmann, Dieburg; 9. Christiane Thomaßen, 1964, Heilpraktikerin, Otzberg; 10. Sander Schwick, 1985, Ingenieur, Groß-Umstadt. jed

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