Notschlafstelle in Hanau pausiert bis zum nächsten Winter

Soziales: Caritas Main-Kinzig hat 74 Menschen in der Frostperiode kurzfristig Obdach gegeben - Mehr Wohnungsnotfälle

Hanau
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Mit den steigenden Temperaturen hat die Caritas Main-Kinzig ihre Notschlafstelle "Schneckenhaus" im Franziskus-Haus Hanau , Matthias-Daßbach-Straße 2, wieder geschlossen.
Foto: Caritas Main-Kinzig
Die Not­schlaf­s­tel­le "Schne­cken­haus" im Fran­zis­kus-Haus in Ha­nau hat ih­ren Be­trieb bis zum nächs­ten Win­ter ge­sch­los­sen. Das Ziel "Kei­ner darf er­frie­ren" sei wie­der er­reicht wor­den. Von 22. No­vem­ber bis 19. April war die Not­schlaf­s­tel­le für ob­dach­lo­se Per­so­nen 147 Näch­te am Stück ge­öff­net. Das An­ge­bot wur­de von 74 Per­so­nen, da­von zehn Frau­en, in An­spruch ge­nom­men.

Insgesamt erfolgten in den Abend- und Nachtstunden 423 Aufnahmen von obdachlosen Menschen. "Die Aufnahme von Menschen in akuten Wohnungsnotfällen ist im Gegensatz zum letzten Jahr nochmals um 135 Aufnahmen gestiegen. Das ist eine Steigerung von über 46 Prozent zum Vorjahr", berichtet die stellvertretende Leiterin des Franziskus-Hauses, Konstanze Fritsch.

Sie berät mit dem Team der Ambulanten Fachberatung und Straßensozialarbeit Menschen in Wohnungsnotfällen. Alle hilfesuchenden Personen wurden zentral über das Team der Sozialhelfer des Franziskus-Hauses entweder direkt in der Notschlafstelle "Schneckenhaus" untergebracht oder an die städtischen Notunterkünfte vermittelt.

Die Notschlafstelle war weiterhin durch die Auswirkungen des Corona-Virus betroffen. Die Schlafplätze in der Notschlafstelle blieben auf drei reduziert. Dort wurden 187 Übernachtungen gezählt. Ziel der Notschlafstelle ist es, durch die hausinterne Beratungsstelle die hilfesuchenden Frauen und Männer am nächsten Tag in weiterführende Hilfen zu vermitteln.

Die Stadt Hanau konnte weitere Notschlafplätze für akut obdachlose Menschen in anderen Gebäuden vorhalten. "Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau und der Objektbetreuung der städtischen Unterkünfte konnten 236 Vermittlungen an andere Unterkünfte in Hanau erfolgen", so Einrichtungsleiter Rainer Broßmann.

Bürgermeister Weiss-Thiel lobt die Zusammenarbeit im Netzwerk zwischen Polizei, Krankenhäusern, Rettungsdiensten, den Ämtern der Stadt Hanau, und des Main-Kinzig-Kreises sowie dem Franziskus-Haus. "Die Not in unserer Gesellschaft nimmt zu. Trotz der Pandemie und des Krieges in der Ukraine konnten Menschen in akuten Wohnungsnotlagen schnell untergebracht werden", betont Weiss-Thiel. Die Beratungsstellen der Obdachlosenhilfe der Stadt Hanau wie des Franziskus-Hauses seien weiterhin für Menschen in Wohnungsnotfällen erreichbar.

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