Main-Kinzig-Kreis hat jetzt ein Radverkehrskonzept

Kreistag: Vier Jahre lang erarbeitet - Finanzmittel dafür sollen im Haushalt 2023 und 2024 bereitgestellt werden

Hanau
< 1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Mehr als vier Jah­re hat es ge­dau­ert, jetzt liegt es vor: Der Kreis­tag hat am Frei­tag das Rad­ver­kehrs­kon­zept für den Main-Kin­zig-Kreis be­sch­los­sen. En­de 2017 hat­te die un­ge­wöhn­li­che Koa­li­ti­on aus CDU, Grü­nen und Frei­en Wäh­l­ern das Kon­zept po­li­tisch auf den Weg ge­bracht, das nun durch ein ex­ter­nes Büro er­ar­bei­tet wur­de.

Auch die Bürgerinnen und Bürger konnten sich beteiligen: Insgesamt gingen 1954 Nachrichten und Verbesserungsvorschläge von 945 Einzelpersonen zum Radwegenetz im Main-Kinzig-Kreis ein. Auf Basis dieser Anregungen aus der Bevölkerung fand im Anschluss eine Befahrung von 1500 Kilometern des Radverkehrsnetzes statt. Die vor Ort gesammelten Eindrücke sowie die Analyse der bereits vorhandenen Daten, wie zum Beispiel Unfalldaten oder Verflechtungen von Pendlerinnen und Pendlern, flossen in die Erarbeitung des Netzentwurfs ein.

Online-Bürger-Befragung

Im Rahmen einer zweiten Online-Beteiligung wurden der Netzentwurf sowie die Maßnahmenvorschläge der Öffentlichkeit präsentiert. Damit bestand erneut Gelegenheit für die Bevölkerung, aktiv Einfluss auf die Entstehung des Radverkehrskonzeptes zu nehmen, wovon unter anderem in Form von etwa 1000 Kommentaren Gebrauch gemacht wurde.

Im Kreistag herrschte grundsätzlich Zustimmung zum vorgelegten Radverkehrskonzept. Die Grünen, die sich als einzige Fraktion bei der Abstimmung enthielten, forderten, die Stelle eines Radverkehrs-/Mobilitätsbeauftragten, die jetzt eingerichtet werden soll, nicht zeitlich zu befristen, was abgelehnt wurde.

Wie die Grünen forderte Carsten Kauck (Freie Wähler) die Kreiskoalition aus SPD und CDU auf, auch Geld für den Radwegebau zur Verfügung zu stellen und erste Strecken entlang von Kreisstraßen sofort auf den Weg zu bringen.

Der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann (CDU) verwies auf die Fördermöglichkeiten durch Bund und Land, über die sich die Kommunen informieren sollen. Um den Radwegebau zu beschleunigen, trägt der Main-Kinzig-Kreis zusätzlich zu den Zuschüssen von Land und Bund 50 Prozent des bei den Städten und Gemeinde verbleibenden Kostenanteils der Maßnahmen, welche sich aus dem Radverkehrskonzept ableiten lassen. Entsprechende Finanzmittel werden mit dem Doppelhaushalt 2023/2024 bereitgestellt.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!