Magische Zahl 3000 ist geknackt

Seebeben-Event: Beach-Volleyball-Turnier und Musik-Acts locken viele Besucher an den Sickenhöfer See

Babenhausen-Sickenhofen
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Wenn ge­bag­gert und ge­pritscht wird, wenn jun­ge Kör­per mit aus­ge­st­reck­ten Ar­men durch die Luft flie­gen, um die Bo­den­be­rüh­rung des Bal­les zu ver­hin­dern, wenn je­de Men­ge Spaß in der Luft liegt und aus den Bo­xen fet­zi­ge Rhyth­men dröh­nen, dann ist wie­der Be­ach-Vol­ley­ball am Si­cken­hö­fer See an­ge­sagt.
Seit 2011 ist der sportliche Wettkampf im weichen Sand zum festen Bestandteil des Seebeben Beach-Party-Festivals geworden. Auch in diesem Jahr meldete sich für den Samstagnachmittag eine stattliche Anzahl von zwölf Mannschaften an, die quasi das Vorprogramm zu den drei Bands am Abend darstellten. »Das Turnier macht es möglich, ein bisschen Strandatmosphäre zu fühlen und zu leben«, sagt Andreas Bludau vom Orga-Team der Rot-Weiss Handballer.
Am Start waren Teams mit so lustigen Namen wie Sekt Pistols, FC Licher und Beach Hunter, die um Verzehrgutscheine und den Wanderpokal spielten. Sechs Mannschaften traten in zwei Gruppen an. In einer Vor- und Rückrunde ging es jeder gegen jeden. Bei einem Satz mit nur sieben Gewinnpunkten waren kurze und knackige Begegnungen garantiert.
Spaß kommt vor Sieg
Die Sekt Pistols präsentierten sich als reines Frauenteam, das in schwarzer Bade- und Sportmode garniert mit schicken, grünen Kindersonnenbrillen auflief. »Die Brillen  haben wir uns extra im Internet bestellt«, erzählt Nadine Eling (22). Obwohl die meist jungen Damen alle in einem Verein spielen, fuhr das Team zwischen den vielen Spaßmannschaften mehr Niederlagen als Siege ein. Verena Preßler (28) weiß den Grund: »Es gibt Männermannschaften, da stehen zwei Meter große Jungs am Netz.« Dazu sei das Feld viel kleiner und die Sache letztlich was ganz anderes als Volleyball in der Halle. Am Ende nahmen es die Sekt Pistols gelassen, die Vorrunde nicht zu überstehen. Die Gaudi zähle, und letztlich sei ja auch in der Teilnahme-Gebühr das Wochenend-Ticket fürs Beben mit drin.
House-Party wieder super
Mit dem Beginn der Musik-Acts konnten die Handballer schon bald ein Ziel vermelden, auf das sie in den vergangenen Jahren stetig hingearbeitet haben und das ohne das oftmalige Wetterpech vielleicht schon viel früher erreicht worden wäre: Die 3000-Besucher-Marke ist über die drei Veranstaltungstage geknackt worden. Unangefochten in der Gunst zeigte sich dabei die House-Party mit dem DJ Tobi Berger, die am Freitag weit mehr als 1000 Besucher anlockte. Diese Zahl konnte am Samstag nicht mehr übertroffen werden. Bis 3 Uhr rührte Berger am Plattenteller und gab seinen Fans reichlich Beats auf die Ohren. Jene gute Stimmung stellte am Samstag die Band Radioattack mit ihrer charismatischen Frontfrau Estelle Müller ein, die sich mit ihren Cover-Songs von Rihanna, Jennifer Lopez und Katy Perry ganz nah am Puls der Zeit bewegten.
Fest für Babenhäuser und Vereine
Mit der vierten Neuauflage des Seebebens haben die Handballer diesmal einen großen Schritt gemacht, ihre dreitägige Party in der Region zu etablieren. »Unser Markenzeichen ist eine dörfliche und damit gemütliche Strand-Atmosphäre«, erklärt Bludau das anvisierte Flair am Baggersee. Mit dem Brechen der Besuchermarke von 3000 Gästen sieht das Orga-Team den ursprünglichen Beweggrund für das Festival nicht gefährdet. »Das Ziel ist weiterhin, ein Fest vor allem für alle Babenhäuser und die lokalen Vereine zu machen«, hebt Jochen Rheinheimer heraus. Daran sollen auch die Pläne der See-Eigentümer nichts ändern, hier demnächst unter dem Titel »Seamotion« ein neues Sport- und Erholungsangebot -  unter anderem mit Wasserskifahren - zu etablieren. Im Gegenteil: Mit dem Nutzen der Synergie-Effekte ließe sich der Spaß- und Freizeitcharakter des Sickenhöfer Sees weiter steigern. Michael Just
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