Heute bebt der See

Party-Marathon: Gut 500 Besucher beim After-Work-Fest der SG-Handballer in Sickenhofen

Babenhausen-Sickenhofen
2 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Das Be­ben ist er­öff­net: Mit ei­ner Af­ter-Work-Par­ty, die im Vor­feld spe­zi­ell für das mitt­le­re und rei­fe­re Pu­b­li­kum an­ge­kün­digt wur­de, be­gann am Don­ners­ta­g­a­bend der drei­tä­g­i­ge Par­ty-Ma­ra­thon der SG-Hand­bal­ler am Si­cken­hö­fer See. Die Be­su­cher­zahl ran­gier­te zwi­schen vier- und fünf­hun­dert und brach­te da­mit die glei­che Re­so­nanz wie 2011.
Spitze denn auch die Stimmung im Orga-Team, so wie bei David Reis. »Jeder kennt nach vier Jahren seinen Job und weiß, was er zu tun hat. Das ist toll, wenn eine Sache ohne Worte funktioniert«, lobt er.
Am ersten Abend machte der 26-jährige Kassendienst am Eingang und begegnete die Frage nach der Altersstruktur mit Humor. »Nach unten haben wir ein paar Kinder, die mit ihren Eltern gekommen sind. Nach oben weiß ich es nicht. Mein Vater ist auch da, der ist für mich grundsätzlich immer der Älteste«, sagt der Student lachend.
Vater Reinhold Reis, 57 Lenze jung, sieht die Sprüche und den Spaß des Juniors wie immer gelassen. Zusammen mit seinem Harreshäuser Nachbar Jochen Larrass (61) trinkt er am Donnerstag ein Bierchen an einem Stehtisch und lauscht den Klängen der Live-Band Bommi M. Die Frage, ob der Abend für ihn wirklich »after work«, also »nach der Arbeit«, ist, kann er bestätigen: »Ich habe zwar Urlaub, aber wir machen das Haus, weshalb ich den ganzen Tag an der Front- und Dachwand gearbeitet habe.« Mit dem Brecheisen löste er dabei Schindeln und Dachlatten. So zeigt sich das Bierchen beim Beben mehr als verdient, auch beim Nachbarn, der das Holz entsorgt hat.
»Fühlen wie U 35«
»Es könnten ein paar mehr in unserem Alter da sein. Trotzdem fühlen wir uns wie U 35«, merkt das Duo mit einem Augenzwinkern an und ergänzt, dass der Weg mit dem Rad gemeistert wurde. Nachher habe man Rückenwind, das komme der Heimfahrt wunderbar entgegen.
Den ganzen Abend VIPs
Wenige Meter weiter steht das VIP-Zelt. Es besticht durch einen roten Teppich und altem, urgemütlichem Mobiliar. Zwei Stunden in den übergroßen Couches kosten 20 Euro. Man wird bedient, und nur hier kann man ganze Flaschen bestellen. Eine Gruppe mit  rund 15 Personen, deren Schnitt über 50 Jahr liegt, fühlt sich in der urigen Atmosphäre wohl. Die Ehepaare  kennen sich, die Männer spielten  früher fast  alle Handball.  »Wir haben das Zelt  gleich den ganzen Abend genommen«, sagt Bernd Kniese (55), der mit Badeschlappen, Jeans und dunkelblauem T-Shirt ganz locker auf dem Sofa sitzt und in sympathischer Weise allen VIP-Klischees trotzt. Die Gruppe trinkt gut gekühlten Rum aus Cuba und Prosecco, während die Band sich bei »Sweet Home Alabama« alles gibt. Parallel verschwindet die Sonne mit einem Silberstreif am Sickenhöfer Himmel. »Unsere Frauen freuen sich immer, wenn die gut gebauten, jungen durchtrainierten Handballer zum Bedienen kommen«, ergänzt Kniese, der beruflich als Techniker unterwegs ist, schmunzelnd. Bei der Gruppe wird schnell klar, dass es mit der Miete des Zeltes vor allem darum geht, die Handballer zu unterstützen. Im nächsten Jahr will man wiederkommen und den Spaß weiterführen. Ansonsten brauche man - auch vom Kleingeld her -  keinen besonderen Status, heißt es aus dem gut bürgerlichen VIP-Kreis.
Heute Beachvolleyball
Heute steht der Höhepunkt des Seebebens an: Ab 18 Uhr gibt es Live-Rock mit 3 Ling, Funkfragen und Radioattack. Schon um 12 Uhr beginnt ein Jedermann-Beachvolleyballturnier. Auf den Gewinner wartet der Seebeben-Survivor-Pokal. Michael Just
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!