»Gemeinsam unsere Welt entdecken«

Begegnung: Dieburger und Tschechen auf Spurensuche

Dieburg
2 Min.

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Was ver­bin­det Deut­sche und Tsche­chen? »Die El­be« könn­te ei­ne mög­li­che Ant­wort lau­ten. Dass es noch mehr Ge­mein­sam­kei­ten zwi­schen bei­den Völ­kern gibt, stell­ten jetzt Ju­gend­li­che aus Die­burg und dem tsche­chi­schen Mla­dá Bo­les­lav fest.
Nach dem sich im vergangenen Jahr eine deutsch-tschechische Projektgruppe auf Spurensuche in Tschechien begeben hatte, erkundeten nun Jugendlichen aus beiden Staaten den gemeinsamen Natur- und Kulturraum Elbe.
Station in Reinhardtsdorf
Ausgangspunkt für die Exkursionen war der Ferienort Reinhardtsdorf-Schöna mitten in der Sächsischen Schweiz. Bei einer Wandertour zur weltberühmten Bastei bei Rathen konnte die Gruppe einen grandiosen Ausblick auf die Elbe und die Elbsandstein-Felsformationen genießen. Beeindruckend war auch die Festung Königstein, die als eine der größten Bergfestungen in Europa gilt.
Viel zu bestaunen gab es ferner in der sächsischen Metropole Dresden mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten. In Radebeul nahmen sich die Projektteilnehmer Zeit für eine »Zeitreise« im DDR-Museum. Hier konnten die Jugendlichen in die jüngste deutsche Vergangenheit eintauchen und Einblicke in alle Bereiche des täglichen Lebens der DDR und ihrer Bürger gewinnen.
Abgerundet wurde das Programm der Jugendbegegnung mit Klettern in einem Hochseilgarten sowie Spiel- und Freizeitangeboten. Den Abschlussabend verbrachten Deutsche und Tschechen mit Gesang zur Gitarre, bevor am nächsten Tag elbaufwärts über Tschechien die Heimreise angetreten wurde.
Goetheschule führend
Begleitet und betreut wurden die Jugendlichen von Martina Kredbová aus Mladá Boleslav sowie von Alice Jansen und Paul Huttarsch von der Jugendförderung Dieburg. Die deutschen Teilnehmer setzten sich fast ausschließlich aus Schülern der Dieburger Goetheschule zusammen, während die jungen Tschechen überwiegend Schüler der Gesamtschule »Na Karmeli« in Mladá Boleslav waren.
Zwischen beiden Einrichtungen besteht zwar keine offizielle Schulpartnerschaft, aber beiden Schulen unterstützen den Jugendaustausch zwischen den befreundeten Städten.
Zur besseren Verständigung und Gruppendynamik hatte das Betreuungsteam Sprachanimations- und Kennenlernspiele vorbereitet. Hilfreich war auch der von Stadtjugendpfleger Paul Huttarsch verteilte Sprachführer für Jugendliche »Do kapsy - Für die Hosentasche«.
Sprachkenntnisse nutzen
Der 15-jährige Philipp aus Dieburg, der auch etwas Tschechisch kann, fand es toll, »dass man hier alle Sprachkenntnisse, die man besitzt, für die Verständigung nutzen kann.« Für David (18) aus Mladá Boleslav war es schön, »Gelegenheit zu haben, gemeinsam unsere Welt zu entdecken«.
»Ich bin froh, dass ich wieder mitgekommen bin. Mit den Tschechen hat es viel Spaß gemacht«, sagt Rosalie (16), die auch schon im vergangenen Jahr am Projekt in Tschechien teilgenommen hatte.
Europäische Lebensader
Zufrieden mit dem Verlauf der Jugendbegegnung zeigte sich auch Dieurgs Stadtjugendpfleger Paul Huttarsch, für den die Elbe »nicht nur einen großartigen Naturraum, sondern als deutsch-tschechischer Fluss auch eine europäische Lebensader« darstellt. Das Begegnungsprojekt ist vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert worden. Redaktion
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