Feucht und trotzdem fröhlich

Fasching:Babenhausen feiert mit Umzug Höhepunkt und Ende der närrischen Zeit - Regencape, Plastiksäcke und Planen angesagt

Babenhausen
2 Min.

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Mit Regencape und Schal: Wetterfest zeigten sich diese Teilnehmerinnen des Babenhäuser Fastnachtszugs. Foto: Klaus Holdefehr
Foto: Klaus Holdefehr
QR-Code Faschingsseite 2019 Bildunterschrift 2019-03-04 --> Den neuen Automaten der örtlichen Metzgerei haben die Wombacher Narren noch schnell in ihren Zug aufgenommen. Bildunterschrift 2019-03-04 --> Ascheberg Helau.
Foto: Björn Friedrich Bildunterschrift 2019-03-04 --> Ascheberg
Helau. 
Foto: Björn Friedrich
Foto: Heinz Mechler
Die Dis­kus­sio­nen über das Wet­ter hiel­ten sich in Gren­zen: An­ders als am Mon­tag an an­de­ren Or­ten und an­ders als vor ein paar Jah­ren feg­te am Fa­schings­di­ens­tag kein Or­kan über Ba­ben­hau­sen.

Das Wetter war freilich trotzdem durchwachsen - und das hat sicher dazu beigetragen, dass sich der Gaudiwurm pünktlich in Bewegung setzte und unterwegs auch nicht allzu viele Pausen eingelegt wurden.

Blaue Flecken im grauen Himmel

Diesmal ganz groß in Mode: das transparente Regencape, Plastiksäcke und Planen. Schließlich sollten die tollen Kostüme ja ein Augenschmaus bleiben und das Saxofon nicht zum Aquarium werden. Der anfängliche Regen ließ später nach und verebbte schließlich fast vollständig. Ob geballte Narretei Einfluss aufs Mikroklima hat?

Im Lauf des Nachmittags zeigten sich am Himmel über Babenhausen (und über Dieburg, wo ja zeitgleich umgezogen wurde) blaue Flecken im himmlischen Grau - und gelegentlich blinzelte daraus sogar die Sonne.

Völlig unpolitisch

Es war der 64. Babenhäuser Fastnachtszug, mit 52 Nummern ungefähr so lang wie immer, mit vielen vertrauten Akteuren, und diesmal völlig unpolitisch - so als hätten es die Narren mittlerweile aufgegeben, die manchmal doch so närrische Politik in der Stadt weiter zu glossieren. Eine Spitzenleistung war neu: Direkt hinter dem Zugmarschall Helmut Fendt, marschierte nicht, wie gewohnt, »The Sound of Frankfurt«, sondern die Feuerwehrkapelle aus Habitzheim. Zurück zu regionalen Wurzeln, sozusagen.

Freude, feiern, Spaß - das war durchweg die Leitlinie, fast ein wenig trotzig dem Aprilwetter entgegengestemmt. So zeigten sich schon die Reiter und ihr Fußvolk, die sich dem Flamenco verschrieben hatten. Und so weiter: Die Rothermels entführten nach Indien, die Pumuckl von SG Rot-Weiß ins Land der Fantasie, und tierisch kamen die Papageien der wundervollen Babenhäuser Formation AktepTanz daher.

Die Freiwillige Feuerwehr ließ die Traurigkeit zu Haus - und die Sau raus. Und immer ein Garant der guten Laune sind die Marschmellows, närrische Entwicklungshelfer aus Aschaffenburg. Einzelne Privatgruppen waren mit von der Partie, aber längst nicht so viele wie in Dieburg, wo sie ja sozusagen das Grundprinzip des Umzugs ausmachen.

Gäste aus Bayern und Hessen

Neben den Marschmellows kamen noch andere närrische Gäste aus Aschaffenburg, das Prinzenpaar eingeschlossen. Aus Seligenstadt kam eine Sambatruppe, die Löcher in das Grau des Himmels trommelte. Und Nieder-Roden hatte Square Dancers nach Babenhausen geschickt.

Ansonsten war das allermeiste hausgemacht. Einen großen Block samt geisterhaftem Elferratsschiff stellte der SKV aus Sickenhofen. Langstadt war mit TSV und ebenfalls seinem Elferrat vertreten, der CVB Babenhausen bot seine Garden auf sowie die Proseccomädchen, die dem Wagen mit den Babenhäuser Tollitäten Marie I. und Christoph I. Geleit gaben.

Das war das Ende - fast. In Babenhausen folgt die städtische Kehrmaschine dem Zug sozusagen auf dem Fuße, und wird als eigene Nummer gerechnet, diesmal als 52. Das ist von hoher Symbolkraft, denn damit beginnt der Kehraus am Ende der närrischen Zeit.

b Mehr Fasching unter www.main-echo.de

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