Fast ein Neubau

Schulen: Kreis Darmstadt-Dieburg stellt über 27 Millionen Euro für die Sanierung der Eichwaldschule in Schaafheim bereit - Baubeginn soll 2024 sein

Schaafheim
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Der aktuelle Gebäudebestand der Eichwaldschule, von Osten gesehen. Durch die jetzt anlaufende Sanierung wird die Schule ein ganz neues Gesicht bekommen.
Foto: Klaus Holdefehr
»Auf­grund des Pla­nungs­fort­schritts nicht mehr zu stop­pen« sei die Sa­nie­rung der Eich­wald­schu­le in Schaaf­heim, zi­tiert die dor­ti­ge CDU den Vi­ze­land­rat und Schul­de­zer­nen­ten des Land­k­rei­ses Darm­stadt-Die­burg, Lutz Köh­ler (CDU). Der war un­längst zu Gast bei den ört­li­chen Christ­de­mo­k­ra­ten und hat­te ei­ne Prä­sen­ta­ti­on zu den ge­plan­ten Bau­maß­nah­men im Ge­päck. 27,2 Mil­lio­nen Eu­ro will der Kreis in­ves­tie­ren, und wenn die Ge­bäu­de - so der ak­tu­el­le Ter­min­ka­len­der - An­fang 2027 den Nut­zern über­ge­ben wer­den, wird in Schaaf­heim ei­ne fast neue Schu­le ste­hen.

Die verbindliche Aussage des Schuldezernenten hat aus zwei Gründen besonderes Gewicht: Zum einen ist die Sanierung des Gebäudebestands, mit dessen Errichtung 1969 begonnen worden ist, seit mehr als einem Jahrzehnt ein brisantes Thema in der Bachgaugemeinde. Mehrfach schien der Start unmittelbar bevorzustehen, mehrfach ist er zugunsten anderer Projekte verschoben worden. Zum anderen ist es aktuell um die Kreisfinanzen gar nicht gut bestellt, die Aufsichtsbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt formuliert einen hohen Konsolidierungsdruck, und das könnte auch Auswirkungen auf das ehrgeizige Schulbauprogramm des Landkreises haben. Allerdings nicht auf die Eichwaldschule, denn dafür sind die Planungen laut Köhler mit dem Abschluss der Planungsphase Null ja zu weit fortgeschritten, und der Kreistag hat dies gerade mit einem Beschluss zur Aktualisierung des Schulbauprogramms bestätigt (wir berichteten).

Forciert wurde die Dringlichkeit der Sanierung durch Schimmelbefall im oberen Geschoss des Hauptgebäudes, der inzwischen behoben ist. Auf eine temporäre Instandsetzung wurde allerdings verzichtet, die Etage ist seitdem geschlossen. Die Raumnöte wurden schließlich durch einen dreigeschossigen Neubau in Holzständer-Bauweise am Rand des Pausenhofs gemildert.

Das Anfang vergangenen Jahres in Betrieb genommene Gebäude wird als einziges auf dem Schulgelände unverändert so bleiben, wie es ist. Ansonsten sieht die Planung Abriss, Entkernung und umfassende Neubauten vor, die der Schule ein ganz anderes Gesicht geben werden. Schließlich wird das Raumprogramm durch den Neubau einer Grundschule auf dem derzeitigen Sportfeld ergänzt. Der Standort im wilhelminischen Altbau an der Lindenstraße wird aufgegeben.

Gänzlich verschwinden soll der kleine Ergänzungsbau an der Nordostecke des Hauptgebäudes. Dieses selbst soll vollständig entkernt und bis auf das Tragwerks-Skelett reduziert werden. Im Grundsatz stehen bleiben soll das kleinere Gebäude im Westen des Gebäudebestands, das aber um Anbauten ergänzt werden soll.

In die Tragwerks-Konstruktion des Hauptgebäudes wird nicht nur ein neues Raumprogramm eingefügt, sondern dieses Gebäude wird durch Zubauten auf drei Seiten ergänzt und soll unter anderem Verwaltung, eine Mensa und Fachräume aufnehmen. Schüler und Schülerinnen dürfen sich auf eine Innenraumgestaltung mit »Lernlandschaften« freuen, wie sie etwa in der »Offenen Schule« in Babenhausen besichtigt werden können.

Bis die ersten Baumaschinen anrücken, sind allerdings noch etliche Details zu planen. Baubeginn soll im Mai 2024 sein.

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