Klaus Reining hat sich intensiv fürs Jubiläumsjahr engagiert - heute wird er 68

Ein Schlierbacher durch und durch

Schaafheim
2 Min.

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Natur pur: Täglich blickt Klaus Reining auf die schöne Landschaft um seinen Heimatort Schlierbach. Foto: Klaus Holdefehr
Foto: Klaus Holdefehr
Ei­gent­lich hät­te in Sch­lier­bach, dem kleins­ten Orts­teil Schaaf­heims, das gan­ze Jahr über mit ei­ner Viel­zahl von Ver­an­stal­tun­gen die ur­kund­li­che Ers­ter­wäh­nung vor 1250 Jah­ren ge­fei­ert wer­den sol­len. Doch dann kam Co­ro­na und vie­les muss­te vo­r­erst in das kom­men­de Jahr ver­scho­ben wer­den. Ge­trof­fen hat das die­je­ni­gen am här­tes­ten, die sich im Vor­feld am meis­ten en­ga­giert ha­ben. Zu ih­nen zählt Klaus Rei­ning, den wir für den Ok­tober in un­se­rer Se­rie mit den Sch­lier­ba­cher Ge­burts­tags­kin­dern vor­s­tel­len.

Er feiert an diesem Dienstag, 20. Oktober, seinen 68. Geburtstag. 68 Jahre, in denen er nie von der Verbindung zu seiner Heimat gelassen hat. Heimat von der ersten Minute an, denn "ich bin in Schlierbach geboren, eine Hausgeburt". Er lebt in jenem Teil des Orts, den die Einheimischen "Ewwerdorf" nennen, ein Stück südlich des schnuckeligen alten Rathauses, dessen Umfeld nun - als letztes Geburtstagsgeschenk der Gesamtgemeinde an ihr Kleinstes - neu gepflastert wird. Und er blickt - inzwischen als Rentner - Tag für Tag auf das, was viele Schlierbacher als den wichtigsten Pluspunkt ihrer Heimat ansehen: viel, ganz viel Natur.

Darin bewegt er sich gerne und oft, soweit seine ehrenamtlichen Verpflichtungen Zeit dafür lassen. Besonders im vergangenen Jahr kam da Einiges zusammen, denn er gehört dem inneren Zirkel der Jubiläums-Vorbereitung an. Aber er engagiert sich auch schon seit über 30 Jahren im Vorstand des Fußballsportvereins, ist Mitglied der Feuerwehr, und der Sozialdemokrat kann auf 22 Jahre kommunalpolitisches Engagement im Ortsbeirat und der Gemeindevertretung blicken.

Erinnerungen an die Kindheit

So wie das "Ewwerdorf" in seinen Schilderungen auftaucht, so auch die "Berghohl" - ein Teil des dörflichen "Abenteuer-Spielplatzes" der Schlierbacher Kinderschar. Dort wurden Höhlen gebaut, dort wurde im Winter Schlitten gefahren. "Ich war nie im Kindergarten", unterstreicht er rückblickend dieses Paradies, "wo so wenige Autos unterwegs waren, dass wir locker auf der Straße Federball spielen konnten".

Reining hat die Dorfschule, die heute als Dorfgemeinschaftshaus dient, noch als Bildungsstätte von innen erlebt, erinnert an Lehrer Hofmann, hat dann aber ab 1964 die neue Mittelpunktschule in Klein-Umstadt besucht, dann in Babenhausen Abitur gemacht und in Frankfurt ein Lehramtsstudium begonnen - mit der wohl nicht ganz häufigen Fächer-Kombination Mathematik und Sport.

"Ohne Auto aufgeschmissen"

Da hatte er schon ein eigenes Auto und viele andere junge Leute im Dorf auch. Sie haben sich bei der Kätha getroffen, einer der beiden Wirtschaften im Ort, "damals so was wie das Jugendzentrum". Und sie haben gemeinsam Ausflüge unternommen, in die nähere und weitere Umgebung. "Es wäre auch schwierig gewesen, mit dem öffentlichen Personennahverkehr zum Studium und später zur Arbeit nach Frankfurt zu pendeln", räumt er einen Standort-Nachteil seiner Heimat ein. Und mehr: "Hier gab es einmal zwei Geschäfte und auch Filialen der Raiffeisenbank sowie der Sparkasse. Alles weg. Ohne Auto bist du hier aufgeschmissen."

Aus dem Lehrer wurde schließlich ein Informatiker, der viele Jahre in Eschborn gearbeitet hat. Seit 2015 ist er in Rente. Jetzt freut er sich darüber, dass zwei Söhne und zwei Enkel in der Nähe sind. 1979 hat er geheiratet, und es überrascht eigentlich nicht, dass Christel Reining eine gebürtige Schlierbacherin ist. "Das ist meine verwandtschaftliche Beziehung zum örtlichen Gesangverein", sagt er augenzwinkernd zur Vervollständigung der Einbindung ins Schlierbacher Vereinsnetzwerk. Und 1986 ging es an den Bau des Hauses - das mit dem wundervollen Blick in die Natur von Schlierbach.

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