Altstadtfest Babenhausen: Buntscheckige Flaniermeile und Partyzone zum Abfeiern

Mehrere Tausend Besucher bei dem Großereignis

Babenhausen
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Sprichwörtlich einen Haufen Holz bekamen am Wochenende die Besucher des Babenhäuser Altstadtfests zu sehen. An der Stadtmühle präsentierte die Traktorenfreunde alte Arbeitstechnik und die zugehörigen antiquierten Gerätschaften.
Foto: Jürgen Overhoff
Schräge Gestalten und lange Kerls liefen den Altstadtfest-Gästen auf der Bummelgasse über den Weg. Fotos: Karin Klemt
Foto: Jürgen Overhoff
Für die ei­nen Par­ty­zo­ne zum Ab­fei­ern, für an­de­re ei­ne bunt­sche­cki­ge Fla­nier­mei­le und für al­le ein de­li­ka­ter Vor­ge­sch­mack auf den Herbst un­ter­schied­lichs­ten Er­war­tun­gen wur­de am Wo­che­n­en­den ein­mal mehr das Alt­stadt­fest in Ba­ben­hau­sen ge­recht. Köp­fe ge­zählt hat zwar wie üb­lich nie­mand, meh­re­re Tau­send Be­su­cher nah­men ge­üb­te Be­o­b­ach­ter am Sams­tag und Sonn­tag in­des­sen auf je­den Fall wahr.

Mit größtmöglicher Erfahrung und geschultem Blick sah Helmut Fendt das

Spektakel über die innerörtliche Freiluftbühne mit ihrer teils

mittelalterlichen Kulisse gehen. Laut seiner Frau Angelika, die den

Vergnügungspark des Familienunternehmens führt und am Samstag am Karussell

eingangs der Amtsgasse Kassendienst schob, war er der Ideengeber und

Hauptinitiator und hat das Altstadtfest vor vier Jahrzehnten mit einigen

Mitstreiten ins Leben gerufen. Von kleinen Anfängen habe sich die Veranstaltung

zum Großereignis und Aushängeschild für seine Stadt entwickelt, stellt der

Ur-Babenhäuser zufrieden in einem Grußwort fest. Und wie anfangs werde sie noch

immer ehrenamtlich, von einer Vereinsgemeinschaft, gestemmt.

Mit dem großen Ganzen sind über die Jahrzehnte auch viele Akteure gewachsen.

Vor 17 Jahren haben hier ein paar von der Feuerwehr mit sechs Fahrzeugen

angefangen , erinnert sich Reinhard Geißler. Heuer präsentierte sein Verein,

die Traktorenfreunde Babenhausen, auf dem Freigelände an der Stadtmühle über

200 Acker-Oldtimer aus rund 100 Kilometern Umkreis. Neben den

Trecker-Veteranen, die ältesten aus den frühen 1940er Jahren, war ein kaum noch

überschaubares Arsenal antiquierter Landwirtschaftsgeräte in Aktion zu sehen.

Besonders viel Zulauf verzeichnete eine Holzschneider-Werkstatt, wo

interessierte Zugucker auch kleine, selbst gesägte Geschenke abstauben konnten.

Im historischen Ortskern, auf der Bummelgasse, dem Markt- und dem Schlossplatz

konnten Festgänger den Marktspaziergang am Samstag oder am Sonntagnachmittag

mit verkaufsoffenen Läden als Tanz um den Hexenkessel fühlen. So hatte der

Turnverein Babenhausen (TVB) sein Epizentrum rund um die Hauptbühne genannt.

Tatsächlich wartete der Verein, tragende Säule beim Altstadtfest, am

Samstagnachmittag mit einer Zaubershow auf und ließ abends mit der Live-Band

Groundtwown 99 die Fachwerk-Fassaden wackeln. TVB-gesteuert war und ist auch

der Altstadtfestlauf, am Samstag zum neunten Mal gestartet wie gehabt über

zehn Kilometer, erstmals aber auf einer leicht veränderten, festnäher

angelegten Route.

Fündig wurden Gäste auf der Suche nach Kurzweil freilich überall und oft auch

unverhofft, etwa wenn ihnen Stelzenläufer, Straßenkünstler, Musiker oder

Kasperle und seine Freunde im Puppentheater auf der Bummelgasse begegneten.

Nicht nur Kinder nicht einmal hauptsächlich zog es in die Stadtmühle, wo

eine Lego-Eisenbahn durch eine raumgreifende Baustein-Landschaft zuckelte. Eher

um Fakten als um Spaß ging es in der Stadthalle, wo parallel zum Fest die

vierte lokale Gesundheitsmesse lief.

Reichlich frische Zirkusluft wehte am Sonntag an der Stadtmauer entlang: Zum

runden Festgeburtstag hatten die Veranstalter mit den Geschwistern Weisheit

eine preisgekrönte Hochseiltruppe an die Gersprenz geholt. Nach eigenen Angaben

die größte ihrer Art in Europa und unlängst beim Zirkusfestival in Monaco mit

einem Sonderpreis geehrt, spannte die Akrobatentruppe in drei

Gala-Vorstellungen den Bogen von gefälliger Seiltanz-Nostalgie aus der Zeit um

1900 bis zu packender Motorrad-Action heiße Reifen auf dem denkbar schmalsten

Grat. kko

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Gemütliche Ecken hat die Babenhausener Altstadt reichlich zu bieten. Beim 40.

Altstadtfest lockte die besondere Atmosphäre tausende zufriedene Besucher an.

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Sprichwörtlich einen Haufen Holz bekamen am Wochenende die Besucher des

Babenhäuser Altstadtfests zu sehen. An der Stadtmühle präsentierte die

Traktorenfreunde alte Arbeitstechnik und die zugehörigen antiquierten

Gerätschaften.

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Magie mit Gruselschauer bot der TV Babenhausen in seinem Hexenkessel auf dem

Marktplatz.

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Schräge Gestalten und lange Kerls liefen den Altstadtfest-Gästen auf der

Bummelgasse über den Weg.

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Wer genau hinschaut, kann auf dem Altstadtfest gute Geschäfte machen. Die

Feiermeile vor mittelalterliche Kulisse ist nicht zuletzt ein Markt.

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Technikmuseum der besonderen Art: Um die 200 Trecker-Oldies rollten am

Wochenende zum Babenhäuser Altstadtfest und lockten Besuchermassen.

Fotos: Karin Klemt

Zahlen und Fakten: Altstadtfest in Babenhausen

Vor allem vielseitig, bunt und für manche Überraschung gut so lässt sich das

Babenhäuser Altstadtfest in seiner 40. Auflage skizzieren. Rückgrat war auch

diesmal die Vereinsgemeinschaft. Unter knapp 70 Ausstellern und Anbietern waren

zwölf Vereine mit zusammen mehr als 30 Ständen und Aktionsflächen aktiv dabei.

Acht Live-Bands und DJs, dazu Nachwuchs-Formationen beim städtischen

Jugendforum an der Stadthalle, trugen zur Unterhaltung bei. An rund 40 Ständen

wurde laut Teilnehmerliste gegrillt, gekocht, gebraten oder eingeschenkt. Mehr

als die Hälfte der kulinarischen Angebote kamen von der örtlichen Gastronomie.

kko

Zahlen und Fakten: Altstadtfest in Babenhausen

Vor allem vielseitig, bunt und für manche Überraschung gut - so lässt sich das Babenhäuser Altstadtfest in seiner 40. Auflage skizzieren. Rückgrat war auch diesmal die Vereinsgemeinschaft. Unter knapp 70 Ausstellern und Anbietern waren zwölf Vereine mit zusammen mehr als 30 Ständen und Aktionsflächen aktiv dabei. Acht Live-Bands und DJs, dazu Nachwuchs-Formationen beim städtischen Jugendforum an der Stadthalle, trugen zur Unterhaltung bei. An rund 40 Ständen wurde laut Teilnehmerliste gegrillt, gekocht, gebraten oder eingeschenkt. Mehr als die Hälfte der kulinarischen Angebote kamen von der örtlichen Gastronomie. kko

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