Zwei Anbieter planen Glasfaserausbau in Kirchzell

Schnelles Internet: Telekom und BBV konkurrieren

Kirchzell
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Die Te­le­kom hat an­ge­kün­digt Ort Kirch­zell mit Glas­fa­ser zu ver­sor­gen, aber der Netz­be­t­rei­ber BBV wird sch­nel­le Breit­band­an­schlüs­se ver­le­gen, wenn das Un­ter­neh­men ei­ne Vor­ver­mark­tungs­quo­te von 20 Pro­zen­ter­reicht. Das hat Bür­ger­meis­ter Ste­fan Schwab in der Ge­mein­de­rats­sit­zung be­rich­tet.

Damit hätten die Kirchzeller Bürger dann künftig eine Alternative, mit welchem Anbieter sie telefonieren und schnell im Internet surfen wollen. Schwab informierte, dass sowohl die Telekom als auch die BBV Interesse am Glasfaserausbau haben.

Details zu den Angeboten

Detailliert und neutral stellte er die beiden aktuell vorliegenden Angebote gegenüber, nannte konkrete Zahlen und die jeweiligen Bedingungen für den Ausbau. Entsprechend dem Telekommunikationsgesetz dürfe keinem der beiden Unternehmen der Ausbau im Ort nicht verwehrt bleiben. Sollten beide ausbauen, will die Gemeinde darauf drängen, dass beide Firmen ihre Leitungen möglichst gleichzeitig verlegen.

Bereits im Juni 2021 hatte die BBV ihr Konzept in der Odenwaldallianz vorgestellt, und Schwab hatte die Informationen noch im gleichen Monat an den Gemeinderat weitergeben. Das Gremium hatte damals das Projekt begrüßt und beschlossen, dass die Verwaltung eine entsprechende Gestattungsvereinbarung mit dem Unternehmen abschließen solle.

Telekom bessert nach

Danach meldete sich die Telekom, um ihre Planungen vorzustellen. Während die BBV bereits in ihrem ersten Angebot eine Vorvermarktungsquote von 20 Prozent nannte, betrug diese bei der Telekom zunächst 40 Prozent, wurde dann auf 20 Prozent heruntergesetzt. Inzwischen sei das Unternehmen bereit, ohne Vorvermarktung in jedem Fall auszubauen, informierte der Bürgermeister, bemängelte aber, dass diese Zusage nicht schriftlich vorliege.

Wenn die BBV ihre Quote erreicht, wird auch sie komplett ausbauen. Das bedeutet, dass zu jedem Haus im Ort dann jeweils zwei Anschlüsse verlegt werden. Die BBV verlange eine Anschlussgebühr, die Telekom verlege kostenlos, informierte Schwab weiter.

Allerdings sei bei den günstigsten vergleichbaren Tarifen die Telekom bereits ab dem siebten Monat etwa 20 Prozent teurer als die BBV und das bei niedrigeren Geschwindigkeiten für Up- und Download. Erreiche die BBV die Mindestquote nicht, werde sie in Kirchzell nicht ausbauen und der Ort sei dann an die Telekom gebunden.

Der Gemeinderat begrüßte die Absicht beider Telekommunikationsunternehmen, den Glasfaserausbau im Gemeindegebiet eigenwirtschaftlich vorzunehmen und will deshalb beiden Unternehmen die Möglichkeit dazu geben. Im Falle eines Ausbaus beider Unternehmen erwarte man eine einvernehmliche Lösung zum kooperativen Ausbau.

Arbeiten abstimmen

Die Verwaltung wurde beauftragt, das Ausbaugebiet in Absprache mit den Unternehmen abzustimmen. Außerdem soll sie beim Glasfaserausbau darauf hinwirken, dass Straßen beziehungsweise Gehwege nur einmal aufgegraben werden.

Der Gemeinderat bestätigte außerdem seinen Beschluss vom 18. Juni 2021 und hält an der Absichtserklärung mit der BBV fest. Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau der Telekom im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes wird zur Kenntnis genommen und akzeptiert.

Die Verwaltung wurde weiterhin beauftragt, eine möglichst umfassende und neutrale Information der Bürger sicherzustellen, um sie bei der Anbieterwahl zu unterstützen.

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