Zeitgenössische Musik samt Uraufführung in Hausen

Pianistin Monika Thiery und Violinistin Sylvia Schade geben Konzert in alter Dorfkirche

Hausen
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Pianistin Monika Thiery und Violinistin Sylvia Schade ernten tosenden Applaus für ihr zeitgenössisches Konzert in der Alten Dorfkirche in Hausen.
Foto: Jennifer Lässig
Vier man­nig­fal­ti­ge Stü­cke samt Ur­auf­füh­rung und deut­schen Erst­auf­füh­run­gen in atem­be­rau­ben­der Akus­tik und Wohl­fühl­at­mo­sphä­re: Das durf­ten die 20 Gäs­te des zeit­ge­nös­si­schen Kon­zer­tes im Rah­men des Kul­tur­wo­chen­herbs­tes vom Land­kreis Mil­ten­berg in der al­ten Dorf­kir­che in Hau­sen am Sonn­ta­g­a­bend ge­nie­ßen. Pia­nis­tin Mo­ni­ka Thie­ry und Vio­li­nis­tin Syl­via Scha­de sorg­ten mit Wer­ken von Ju­lia Schwartz, Flo­ren­ti­ne Mul­sant und Ga­li­na Ust­vols­ka­ja für ei­ne wohl­tu­en­de Aus­zeit vom All­tag.

»Seit einem Jahr und mit unglaublich viel Spaß«, musiziere sie bereits mit Sylvia Schade, verriet Monika Thiery zu Beginn des Konzertes. Gleichzeitig bedankte sie sich bei ihrem Lebensgefährten, dem Bildhauer Konrad Franz, dafür, dass er seit über 20 Jahren die alte Dorfkirche, sein Atelier, jedes Jahr freiräume, um Musikern den Raum mit der besonderen Resonanz zur Verfügung zu stellen. Weiter versorgte Thiery das Publikum mit kleinen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken.

Zu Beginn bereitete das musikalische Duo seinen gebannt lauschenden Zuhörern ein Schmankerl: Die Uraufführung des Stückes »A Melancholy Break« für Violine und Klavier. Komponistin Julia Schwartz war für die Premiere eigens aus der Schweiz angereist. Mit einem sachten und leicht hallenden Intro ließ Thiery den Flügel erklingen. Im ruhigen Fluss gesellten sich hohe, fast schon wehklagende feine Violinenklänge hinzu, bis das Duo das Tempo etwas anzog und in unruhigere und aufwühlende Sphären entführte.

Bereits fulminant und vom musikalischen Niveau hoch gestartet, setzten Sylvia Schade und Monika Thiery mit den restlichen drei Werken immer wieder ein Sahnehäubchen obendrauf. Mit den beiden deutschen Erstaufführungen, der Sonate für Violine und Klavier op.21 und der Rhapsodie für Violine und Klavier op. 85 von Florentine Mulsant schufen sie eine impulsive, emotionale und vielstimmige Klangwelt.

So ließ Schade während Mulsants Sonate mittels verschiedener ausgestrichener Akkorde auf ihrer Violine sogar dezent und fast schon flüsternd die Saiten des nicht bespielten Flügels mitschwingen. Die melodische Reise der Rhapsodie vollendeten prasselnde Stakkati und einzeln gezupfte Geigentöne, abgerundet durch kräftige Vibrati. So kredenzten Monika Thiery und Sylvia Schade ihrem begeistert applaudierendem Publikum einen perfekt abgestimmten Ohrenschmaus.

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