Zarte Pflanzen im Millenniumswald

Eröffnung: Niedernberg präsentiert Bäume des Jahres - Borkenkäfer hat alten Fichtenbestand zerstört

Niedernberg
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Im Niedernberger Milleniumswald sind die Bäume des Jahres versammelt und mit Hinweistafeln versehen.
Foto: Ralf Hettler
29 Bäum­chen ste­hen be­reits im Nie­dern­ber­ger »Mil­l­en­ni­ums­wald«, den Bür­ger­meis­ter Jür­gen Rein­hard am Frei­tag mit Förs­ter Frank Pop­pe of­fi­zi­ell er­öff­net hat. »Mit den Jah­ren wer­den sich hier präch­ti­ge Bäu­me ent­wi­ckeln, als Sym­bol der Ar­ten­viel­falt«, be­ton­te Rein­hard. Auf der ein­ge­zä­un­ten Fläche zwi­schen Wald­rand und Grot­te sei noch ge­nü­gend Platz für die Bäu­me der nächs­ten Jah­re, er­gänz­te Pop­pe.
Die 29 Bäume mit derzeit noch zarten Stämmchen sind allesamt sogenannte Bäume des Jahres. Seit 1989 benenne die Dr.-Silvius-Wodarzstiftung jährlich eine heimische Baumart als „Baum des Jahres, erklärte der Förster. 1989 war dies die Stiel-Eiche, 2016 die Winterlinde.
Anfang des Jahres pflanzte die Baumschule Steingaesser aus Miltenberg die 29 Bäume im Millenniumswald. Im vergangenen Jahr sei der ursprüngliche, über 100 Jahre alte Fichtenbestand vom Buchdrucker, einer Borkenkäferart, befallen worden und musste gefällt werden. Bei den Überlegungen zur Wiederaufforstung sei die Idee entstanden, an gleicher Stelle einen Millenniumswald entstehen zu lassen.
Infotafeln an jedem Baum
An jedem der frisch gepflanzten Bäume steht eine kleine grüne Tafel mit dem deutschen und dem botanischen Namen des Baumes und der jeweiligen Jahresangabe. Die Bäume seien nicht in chronologischer Reihenfolge gepflanzt. Man habe Wert darauf gelegt, dass sie vom Wuchsverhalten zusammen passen und dass ihre spezifischen Eigenschaften bestmöglich zur Geltung kommen, so Poppe.
Die Forstunternehmern Hartlaub und Wollbeck sowie Bauhof und vor allem die Niedernberger Rentnerband kümmerten sich Geländer, Sitzgruppe und einen Rundweg. Die Rentnerband habe alleine rund 260 Arbeitsstunden eingebracht.
Am Westende habe der Natur- und Vogelschutzverein Niedernberg ein Insektenhotel im Rahmen der Ferienspiele erbaut und am östlichen Eingang stehen auf einer großen Tafel weitere Informationen zum Niedernberger Millenniumswald. Die Fläche biete noch ausreichend Platz für die Bäume der nächsten Jahre, so Förster Poppe. In den Zwischenräumen sollen blühende Waldpflanzen die Fläche auch für Schmetterlinge und andere Insekten interessant machen.
Ralf Hettler
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