Wird hier der Bock zum Gärtner gemacht?

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Im Be­richt über das Vor­stel­lungs­ge­spräch der neu­en Ge­schäfts­füh­re­rin des Na­tur­parks Oden­wald beim Land­rat­s­amt ist lei­der nir­gends vom Schutz der Na­tur die Re­de. We­der un­ser grü­ner Land­rat noch die neue Ge­schäfts­füh­re­rin er­wäh­nen die vie­len ge­schütz­ten Ar­ten und die wun­der­ba­re Land­schaft, die den Na­tur­park Oden­wald aus­ma­chen und de­ren Schutz an obers­ter Stel­le ste­hen soll­te.

In dem Artikel werden als die umfangreichen Erfahrungen von Frau Fey aus der Wirtschaft nur die genannt, die sie beim Deutschen Wetterdienst gesammelt hat. Nicht erwähnt wird, dass Frau Fey ab 2007 bei dem Darmstädter Energieversorger HEAG für Energiethemen zuständig war, ab 2012 war sie beim Verteilernetzbetreiber Rhein-Main-Neckar Grundsatzfragen zur Energiewende bearbeitet, hatte die Projektleitung über alle großen Erzeugungsanlagen mit erneuerbaren Energien und übernahm die Vertretung der Unternehmensinteressen bei Gesetzgebungsverfahren. Damit hat sie in verantwortlichen Positionen für Unternehmen gearbeitet, die mit großer Energie die Zerstörung des Naturparks Odenwald durch den Bau von Windenergieanlagen betreiben.
Ganz neue Bedeutung
Vor diesem Hintergrund bekommt die im Artikel zitierte Intention von Frau Fey, »den Odenwald sichtbar zu machen« eine ganz neue Bedeutung: 230 Meter hohe Windräder im Naturpark dürften kaum zu übersehen sein. Wenn Frau Fey es mit der Aufgabe, den Naturpark Odenwald zu schützen, ernst meint, dann bedeutet das einen diametralen Gegensatz zu ihrer früheren Tätigkeit. Sie muss die Natur gegen ihren früheren Arbeitgeber und dessen Interessen verteidigen. Kann das funktionieren? Oder gilt hier im übertragenen Sinne das Sprichwort vom Bock, der zum Gärtner gemacht wird? Dieter Wahl, Kleinheubach

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