Windrad im Felgenwald bei Vielbrunn geht ans Netz

Blick in den Odenwald

Odenwaldkreis.
2 Min.

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Das erste von zwei Rotoren am neuen WKA-Standort Felgenwald ist in Betrieb gegangen.
Foto: Manfred Giebenhain
Der Au­tor hat sich den neu­en Wind­kraft­stand­ort Fel­gen­wald I bei Viel­brunn näh­er an­ge­se­hen. Da­ge­gen kri­tisch mit dem The­ma au­s­ein­an­der­ge­setzt hat sich der Jour­na­list und Fil­m­au­tor Jörg Reh­mann (Kirch­berg). Für sei­nen neu­en Film war er auch im Oden­wald un­ter­wegs und hat in ei­ner Be­g­leit­do­ku­men­ta­ti­on Wind­kraft­geg­ner zu Wort kom­men las­sen. Und in Breu­berg ent­steht ge­ra­de ei­ne 16 Me­ter ho­he Pro­duk­ti­ons­hal­le auf dem Fir­men­ge­län­de von Pi­rel­li.

Angeschlossen: Der erste von zwei Rotoren am neuen Windkraftstandort Felgenwald I (nahe Gutshof Sansenhof und Vielbrunn) steht und ist in dieser Woche ans Netz gegangen. Dies hat Projektleiter Christian Schmale von der Whs Enertec GmbH (Erzhausen) auf Nachfrage bestätigt. Dabei handelt es sich um ein Windrad des Herstellers Vestas mit der Typenbezeichnung V 136-3.45. Die erste Zahl stehe für den Durchmesser des Rotors von 136 Metern. Die Nennleistung betrage 3,45 Megawatt. Die Nabenhöhe gab Schmale mit 149 Metern an.

Jeder der beiden Rotoren werde pro Jahr rund neun Millionen Kilowattstunden produzieren, was einem Bedarf von rund 2200 Haushalten entspreche. Mit der Inbetriebnahme des zweiten Rads rechnet Schmale spätestens zum 1. Oktober. Gegen den Standort hat die Stadt Michelstadt geklagt, was im Eilverfahren abgewiesen wurde. Der Standort entspreche den Zielsetzungen des Regionalplans, betonte Schmale. Gleiches gelte für Felgenwald II, der etwas südlicher geplant sei. Whs werde den Bauantrag für zwei bis drei weitere Rotoren im kommenden Jahr stellen.

Dokumentiert: Nach seiner Beteiligung an dem Buch »Geopferte Landschaften« (Herausgeber Georg Etscheit, Heyne München 2016) hat der Journalist und Filmautor Jörg Rehmann eine Kino-Dokumentation zur Energiewende erstellt. »End of Landschaft - Wie Deutschland das Gesicht verliert« (105 Minuten) wird auch in Erlenbach, Erbach und Oberzent gezeigt. In einem verkürzten Dokumentarfilm (56 Minuten) hat der Autor einen Schwerpunkt seiner Dreharbeiten auf den Ausbau der Windkraft im Odenwald gelegt. Sein zweiter Film zum Themenkomplex heißt »In einem Dreivierteljahr«. Dazu heißt es, »nicht, die Energiewende zu diskreditieren, sondern eine differenzierte Auseinandersetzung mit ihren Methoden anzustoßen«.

Die Premiere von »End of Landschaft« wird am Dienstag, 2. Oktober, um 20 Uhr im Programmkino Darmstadt (Citydome Helia Kinos) gezeigt. Weitere Vorführtermine sind am Dienstag, 9., um 19 Uhr in den Erbacher Lichtspielen, Mittwoch, 17., in der alten Turnhalle in Oberzent-Beerfelden und am Mittwoch, 10., um 17 Uhr sowie am Sonntag, 4. November, um 12.30 Uhr im Kino Passage Erlenbach.

Modernisiert: Pirelli Deutschland GmbH investiert in seinen Produktionsstandort in Breuberg. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, hat Mitte September das Richtfest für eine neue Produktionshalle stattgefunden. Demnach wird in dem rund 16 Meter hohen Gebäude mit einer Grundfläche von 900 Quadratmetern derzeit eine Produktionsanlage auf zwei Ebenen installiert, die zukünftig unter Einsatz hochtechnologischer Prozesse und innovativer Produktionsmaterialien Gummimischungen veredeln soll. »Die besondere Güte dieser Mischungen ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Pirelli-Premiumreifen, die höchste Anforderungen unserer Kunden aus der Automobilindustrie erfüllen«, wird der Vorsitzende der Geschäftsführung, Michael Wendt, zitiert.

In Breuberg produziert Pirelli jedes Jahr sechs Millionen Reifen, vorwiegend im Hochgeschwindigkeitssegment, und zwei Millionen Motorradreifen. Rund 2500 Beschäftigte, darunter 120 Auszubildende, stehen unter Vertrag.

Manfred Giebenhain
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