Werkschau mit Darstellungen regionaler Wahrzeichen und fantasievollen Gemälden

Vernissage: Gebhard Hepp aus Goldbach mit Ausstellung »Klingenberg plus« im Klingenberger Löw Haus

Klingenberg a.Main
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Eine abwechslungsreiche und von hoher Qualität geprägte Ausstellung bietet Gebhard Hepp aus Goldbach bis zum 17. Oktober 2021 im Klingenberger Löw Haus.
Foto: Marco Burgemeister
Wun­der­bar, mit Blick fürs De­tail in Sze­ne ge­setz­te Wahr­zei­chen der Stadt Klin­gen­berg und ih­ren Stadt­tei­len, fan­ta­sie­vol­le ab­strak­te Dar­stel­lun­gen und far­ben­fro­he, le­ben­di­ge und in­ter­es­san­te Kom­bi­na­tio­nen an For­men: Die ak­tu­el­le Aus­stel­lung von Geb­hard Hepp aus Gold­bach im Löw Haus, Haus der Kunst, mit dem Ti­tel »Klin­gen­berg plus« bie­tet auf drei Eta­gen Qua­li­tät und Ab­wechs­lung.

Die Vielfalt des Gezeigten ist sogar so groß, dass ein Besucher meinen könnte, hier seien gleich mehrere kreative Menschen am Werk gewesen. Hepps Bilder, egal, auf welchem stilistischen Feld er sich gerade bewegt, zeugen - und das ist die Gemeinsamkeit der Exponate - stets von Talent und einem einzigartigen Verständnis für Aspekte wie Komposition und Ausdruck. Vernissage für die die aktuelle Werkschau war am Samstagabend, Veranstalter der Verein Kunstraum in Churfranken in Kooperation mit der Stadt Klingenberg.

Gemalt für den Unterricht

»Als Gymnasial-Lehrer für Mathematik war es Gebhard Hepp, Jahrgang 1940, ein Anliegen, seinen Schülern, vor allem denen, die das Fach hassten, etwas von der Schönheit der Mathematik zu zeigen. So entwarf er abstrakte Bilder, die unter dem Thema Geometrie und Fantasie das Auge und den Geist anregen sollten, und nahm sie mit in den Unterricht. Mit diesem Ziel malt er heute noch«, heißt es in einer Information des Kunstraums zur Ausstellung.

Hepp möchte, so lautet es weiter, damit nicht belehren, sondern die einfachen geometrischen Formen und Farben sollen das Auge erfreuen. Seine Titel sagten, was ihm selbst beim Betrachten einfalle, sie sollten aber keinesfalls festlegen. Werke wie »Fauna und Flora« im Obergeschoss des Löw Hauses oder »Jugendgruppe« im Gewölbe unterstreichen dies.

Wahrzeichen der Region

Im Kontrast dazu stehen seine realistischen Aquarelle - hier liegt bei der aktuellen Ausstellung im Haus der Kunst der Fokus auf Wahrzeichen der Stadt und ihrer Stadtteile, darüber hinaus hält Hepp auch Eindrücke von Reisen fest - somit umfasst dieser Bereich von Hepps Kunst insgesamt Orte aus der Region, aus Deutschland und aus der ganzen Welt.

Hepp wurde 1940 in Goldbach geboren. 1959 absolvierte er das Abitur am Kronberg-Gymnasium in Aschaffenburg, es folgte von 1959 bis 1965 ein Studium der Mathematik und Physik in Würzburg und Wien. Danach folgte die Zeit als Studienreferendar, von 1965 bis 1966 am Wirsberg-Gymnasium in Würzburg und von 1966 bis 1967 am Friedrich-Dessauer Gymnasium und am Kronberg-Gymnasium, beide in Aschaffenburg. 1967 bis 1989 war er Lehrer am Friedrich-Dessauer-Gymnasium, zusätzlich von 1968 bis 1979 Lehrer am Gymnasium der Englischen Fräulein in Aschaffenburg, wie auf seiner Webseite https://www.gebhardhepp.de zu lesen.

Von 1989 bis 2004 war er Schulleiter am Spessart-Gymnasium in Alzenau, seit 2004 ist er als freischaffender Künstler tätig, wobei die Kunst auch schon lange vorher parallel zu seinem Beruf Teil seines Lebens war. Ansprachen im Rahmen der Vernissage gab es von Hepp selbst, der nochmals einige Hintergründe zu seiner Kunst erläuterte, sowie vom ersten Vorsitzenden des Kunstraums, Hans-Dieter Mocka und von Bürgermeister Ralf Reichwein.

»Klingenberg plus« von Gebhard Hepp: bis Sonntag, 17. Oktober, jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr, Löw Haus/ Haus der Kunst, Hauptstraße 29, Klingenberg.

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