Weinwerbung 1871: Trinkfeste Genießer

< 1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Die Anzeige wirbt für Wein von »ausgezeichneten Sodener Äpfeln«. Foto: Hans Schreck
Foto: Hans Schreck
Anzeige für eine Wein- und Fässerversteigerung.
Foto: Hans Schreck
Kreis Mil­ten­berg. Ge­trun­ken wur­de schon im­mer, auch im Jah­re 1871. Al­ler­dings darf man sich nicht ein­fach ei­nen Gang in den nächs­ten Ge­trän­k­e­han­del vor­s­tel­len.

In den Intelligenz Blättern vor 150 Jahren wurde eigentlich das ganze Jahr zu Versteigerungen von edlen Getränken gerufen. Es gab aber auch Weinhändler wie der Obernburger Paul Müller, die fast täglich Kleinanzeigen schalteten und ihren Wein anboten. Besonders in den Herbstzeiten ist die Zahl der entsprechenden Inserate groß.

Zur Versteigerung kamen Weine und Apfelwein aus der Region, aber auch Rum, Liköre und Champagner. Apfelwein wurde zum Beispiel in Niedernberg von Sodener Äpfel angeboten. Mineralwasser oder Limonaden wurden nicht angeboten.

Damals schon regelte anscheinend die Nachfrage den Preis. So bot ein Händler einen »1868er rothen Tauberwein« den Schoppen zu 8 Kr (Kreuzer) an. Einige Anzeigen später kostete der gleiche Wein und Menge 16 Kreuzer.

Wie waren damals überhaupt die Maßeinheiten? Da wird von Schoppen geredet. Damals entsprach der Schoppen bei uns etwa 0,357 Liter, in anderen Regionen bis zu 0,7 Liter. In jeden der deutschen Kleinstaaten fassten die Einheiten unterschiedlichen Mengen. So wurden die Versteigerungen meist in »Eimer« durchgeführt. Ein Eimer hatte in unserer Region etwa den Inhalt von 64 Liter. In anderen Anzeigen wird von »Ohm« geschrieben. Das war eine Maßeinheit die von den Lasttieren getragen werden könnten. Da es verschiedene Lasttiere wie Esel, Maultiere oder Pferde gab waren auch die Gewichte unterschiedlich. Durchschnittlich betrug ein Ohm zwischen 130 und 150 Liter.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!