Die Pläne zur Verschönerung von Niedernberg

Ortsbegehung

Niedernberg
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Etwa 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger lassen sich die Pläne für Niedernberg vorstellen - hier am alten Fähranleger. Fotos: Christel Ney
Foto: Christel Ney
Im Bereich des Runden Turmes könnte nach den Vorschlägen des Ortsplaners eine öffentliche Toilette entstehen.
Foto: Christel Ney
Der Dorfplatz von Niedernberg: Die Fraktionen sind sich noch nicht einig, ob er gepflastert werden soll.
Foto: Christel Ney
Die Gemeinde Niedernberg möchte an drei zentralen Stellen im Ort und an sieben markanten Punkten am Main Verschönerungsmaßnahmen vornehmen.

Für jeden dieser Plätze hat der Ortsplaner Rainer Tropp Vorschläge zur Umgestaltung erarbeitet, die er am Samstag bei einer Begehung mit Bürgermeister Jürgen Reinhard, Gemeinderatsmitgliedern und mehr als 50 interessierten Bürgerinnen und Bürgern an den jeweiligen Plätzen vorstellte.

Bücherregal und Infotafeln

Für den Dorfplatz an zentraler Stelle im Ort hat Tropp einige Vorschläge: eine Teilbefestigung des Platzes, eine wassergebundene Decke unter den Bäumen, Elektroverteiler kaschieren, die zu sehen sind, ein öffentliches Bücherregal vorsehen und Infotafeln zur Ortsgeschichte anbringen. Nicht einig waren sich die Fraktionen, ob der Platz gepflastert werden solle.

Die SPD-Fraktion wünscht sich außerdem eine feste Bühne mit den notwendigen technischen Einrichtungen für kulturelle Auftritte. Aus der Bürgerschaft kam die Anregung, den Platz so zu lassen und zur Entwässerung ein Drainagesystem einzubauen, mehr Sitzmöglichkeiten zu schaffen und die Anmerkung, da dort so wenige Feste durchgeführt werden, stünden die Kosten einer Befestigung in keinem Verhältnis zur Nutzung.

Friedhof als Ruhezone

Weitgehend Einigkeit herrschte bei der Gestaltung der Fläche des alten Friedhofes, der als Ruhezone bleiben sollte. Tropp hatte vorgeschlagen, mit einer Pergola entlang der Ortsmauer den Rand aufzuwerten, eventuell einen Wasserlauf zu integrieren und eine Wegeführung mit einem Durchgang zum dritten Bereich, dem »Mehrgenerationen-Gelände« zu schaffen. Im alten Friedhof wünschten sich die Bürger keine Kinderspielplätze, die sollten auf dem Mehrgenerationenplatz verbleiben.

Keine »Feiermeilen«

Am Main sollen in Höhe der Ortsmitte beginnend flussabwärts weitere sechs Plätze aufgehübscht werden. Am Eisbrecher werden die Zugänge zur Flusspromenade verbessert und eventuell mit Picknick-Garnituren ergänzt. Dort und auch an anderen Stellen gab es Einwendungen von den Anwohnern, die Bedenken äußerten, dass nach den Verschönerungsmaßnahmen zu viele Besucher angezogen werden und »Feiermeilen« entstehen könnten.

Es solle »optisch aufgewertet, aber keinesfalls attraktiver gemacht werden«. Auch mangelnde Toiletten wurden seitens der Bevölkerung angesprochen. Besonders im Bereich der »Gelben Welle«, der Anlegestelle der Boote, sei das ein Problem. Für Tropp ist es vorstellbar, im Bereich des Runden Turmes eine solche Anlage vorzusehen, ob fest installiert oder als »verschönertes Dixie-Klo« bleibe zunächst offen.

Für weitere Bereiche, die in Augenschein genommen wurden, gab es Verschönerungsvorschläge: So könnte zum Beispiel der Bereich der Kirche mit dem Hochwassergarten als »Malerwinkel« gestaltet werden. Die Fläche zwischen dem Runden Turm und der Nordspitze des Ortes könnte ebenfalls aufgewertet werden. Kritisch wurde der Vorschlag des Ortsplaners gesehen, den Turm zu beleuchten und einen Teil der Fläche zu pflastern, um bei Bedarf auch ein kleines Festzelt aufbauen zu können. In diesem gesamten Bereich verursachen außerdem die Wildgänse Verschmutzungen.

Parkplätze sind wichtig

Der alte Fähranleger könnte besonders attraktiv gestaltet werden, wobei dann eventuell auch vorhandene Parkplätze wegfielen. Besonders die Parkplatzproblematik sahen einige Anwohner kritisch, da es jetzt schon an Plätzen mangele. Nun müssen im Gemeinderat die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden.

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